Paris – FIFA-Präsident Gianni Infantino hat auch für den Frauenfußball neue Wettbewerbe angekündigt. Am Tag des Eröffnungsspiels der WM 2019 in Frankreich regte der Schweizer die Schaffung einer Weltliga für Nationalmannschaften und einer Club-WM an.
„Wir wollen viel mehr tun“, sagte Infantino bei der „Women’s Football Convention“ in Paris. „Es ist für eine Organisation wie die FIFA an der Zeit, nicht mehr nur darüber nachzudenken, sondern auch etwas für den Frauenfußball zu tun“, sagte der 49-Jährige, der beim FIFA-Kongress am Mittwoch für weitere vier Jahre im Amt bestätigt worden war. Er habe schon vor vier Jahren eine Weltliga vorgeschlagen, „weil die Spiele der Nationalmannschaften wie ein Katalysator auf den Frauenfußball wirken“, sagte Infantino. „Unglücklicherweise wurde dieses Projekt blockiert, aber ich kann nun ankündigen, dass wir es wieder auf den Tisch bringen – und zwar mit Nachdruck. Wir müssen den Frauenfußball promoten.“
In einigen Ländern sei der Fußball ein „von Männern, von Machos dominierter“ Sport. „Aber die Dinge ändern sich“, sagte Infantino, dessen FIFA sich einer neuen Strategie zur Förderung des Frauenfußballs verschrieben habe: „Wir brauchen für den Frauenfußball eine eigene Identität.“ In den kommenden vier Jahren werde die FIFA rund 500 Millionen US-Dollar in den Frauenfußball weltweit investieren. sid