Dauerrenner und Zauberfuß

von Redaktion

Ein Auftritt, der Mut für die großen Spiele macht – das DFB-Team in der Einzelkritik

VON MANUEL BONKE

Manuel Neuer: Musste kurz vor der Pause einmal bei einem Freistoß von Vassiljev zupacken, ansonsten hatte der Torhüter gestern Abend wenig bis gar nichts zu tun. Note: 3

Thilo Kehrer: Der Rechtsverteidiger schaltete sich häufig nach vorne ein, belebte das Angriffsspiel mit seinen Aktionen und bereitete das 1:0 mit einer Flanke vor. Nach hinten kaum gefordert.

Note: 2

Matthias Ginter: Der Gladbacher sorgte mit einem Foulspiel vor der Halbzeit für die einzige Tor-Aktion der Gäste. Ansonsten war er nach vorne recht umtriebig.

Note: 2

Niklas Süle: Egal ob Dreier- oder Viererkette, Süle ist in der Abwehr aktuell eine Bank. Der Innenverteidiger hatte gestern nur wenig Defensivarbeit zu verrichten. Note: 3

Nico Schulz: Das Spiel nach vorne über die linke Außenbahn konnte der Bald-Dortmunder nicht so beleben, wie es Außenverteidiger-Kollege Kehrer gelang. Einmal lief ihm nach einem Anstoß sein Gegenspieler im Rücken davon, ab und zu hatte er Probleme mit der Ballannahme- und Mitnahme.

Note: 3

ab 46. Marcel Halstenberg: Guter Auftritt des Leipzigers, der das 6:0 vorbereitete.

Note: 2

Joshua Kimmich: Im Dreier-Mittelfeld setzte sich Kimmich im Spielaufbau als alleiniger Sechser nach hinten ab. Dementsprechend lenkte er den Spielaufbau, war in Zweikämpfen stets präsent und legte das 3:0 durch Kumpel Goretzka per Flanke aus dem Halbfeld vor.

Note: 2

Ilkay Gündogan: Mit seiner feinen Technik und seiner noch feineren Ballbehandlung sorgte Gündogan gegen die tief stehenden Estländer für den nötigen Raumgewinn. Bester Beweis dafür: Seine überragenden Pässe, die das 1:0 und 3:0 einleiteten. Den Strafstoß zum 4:0 verwandelte er eiskalt. Sehr starker Auftritt des Mannes aus Manchester!

Note: 1

ab 53. Minute Julian Draxler: Solide Leistung des Mittelfeldspielers nach der Pause. Note: 3

Leon Goretzka: Gegen die Estländer waren die temporeichen Vorstöße aus dem Mittelfeld von Goretzka Gold wert. Vor allem nach Flanken aus dem Halbfeld tauchte der Münchner immer wieder gefährlich im gegnerischen Strafraum auf. Auf diese Art und Weise köpfte er das 3:0. Note: 2

Serge Gnabry: Links, rechts, zentral – Gnabry war in der deutschen Offensive überall zu finden. Ihm merkt man deutlich an, dass die variable Angriffsreihe in der Nationalmannschaft seinem Spielstil entgegenkommt. Bei seinen beiden Treffern musste er nur noch einschieben.

Note: 1

Marco Reus: Der Mann ist in Torlaune: In Weißrussland traf Reus einmal, gegen Estland gestern Abend sogar doppelt. Beim 1:0 enteilte er seinen Gegenspieler mit spielerischer Leichtigkeit und musste nach der Kehrer-Hereingabe nur noch den Fuß hinhalten. Sein Freistoßtreffer zum 5:0 freilich war aus der Kategorie absolutes Traumtor.

Note: 1

ab 66. Minute Timo Werner: ohne Bewertung

Leroy Sané: Sehenswerte Hackentricks, gelungene Tempo-Dribblings und Verantwortungsgefühl in Sachen Defensivarbeit: Sané entwickelt sich vom talentierten Individualisten immer mehr zum Leistungsträger im DFB-Dress – auch wenn er gegen Estland ohne Treffer blieb. Note:1

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