Mainz – Vieles neu – bis auf Manuel Neuer. Bundestrainer Joachim Löw hat die deutsche Nationalmannschaft in den letzten Monaten einer Frischzellenkur unterzogen. Doch neben den jungen Wilden sind auch einige Säulen unverzichtbar, so wie der wiedererstarkte Keeper des FC Bayern. RTL-Experte und Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann schwärmte gestern Abend in Mainz: „Den Manuel jetzt wieder so fit, so spielfreudig und selbstbewusst zu sehen, ist einfach toll.“
Der 33-Jährige ist – zusammen mit Gladbachs Matthias Ginter – in diesen Tagen das letzte Überbleibsel der deutschen Weltmeister-Mannschaft von 2014 gewesen. „Er ist nach der WM in Russland und der Nations League enorm wichtig für die Mannschaft. Er gibt den Jungen Stabilität, ist ein guter Anführer“, fand Klinsmann.
Das sieht auch Ersatz-Jogi Marcus Sorg so. Er stellte den Startelfeinsatz des deutschen Kapitäns vor der Partie in Mainz kein bisschen in Frage, sondern sprach Neuer volles Vertrauen aus. „Wir brauchen eine gewisse Stabilität in der Spielerauswahl“, ließ Sorg wissen. Dazu tragen ohne Frage auch vergleichsweise junge, aber trotzdem erfahrene Kräfte wie die beiden Münchner Niklas Süle (23) und Joshua Kimmich (24) bei. Mit Blick auf Letzteren sagte Klinsmann: „Der Kerl ist wirklich ein kleines Wunder. In jungen Jahren so konstant zu sein, ist schon beeindruckend – und das auf verschiedenen Positionen.“ Der Rechtsverteidiger des deutschen Rekordmeisters ist beim DFB im defensiven Mittelfeld unterwegs, ganz nach dem eigenen Geschmack. „Jetzt sind wir gefragt, jetzt stehen wir in der Verantwortung“, sagte Kimmich. Ganz alleine sind die jungen Wilden dabei freilich nicht – denn Neuer ist wieder ganz der Alte. mm