München – Drei Hummeln reichten, um die Fußballfans des FC Bayern in den Sozialen Medien endgültig in Aufruhr zu versetzen. Cathy Hummels, Frau von Mats, lud am Samstag ein gemeinsames Bild bei Instagram hoch. Anlass war der vierte Hochzeitstag des Paares. Cathy versah das Foto mit wenigen Worten und unter anderem drei Hummeln. In den Kommentaren ging’s sofort rund. Heißt das etwa, dass Hummels vom FC Bayern zurück zu den Schwarzgelben nach Dortmund geht? Nein, Cathy Hummels hat damit nicht die Zukunftsplanungen ihres Mannes verraten. Sie nutzt die Tierchen häufiger, wenn es um ihre Familie mit Mats und Söhnchen Ludwig geht.
Das war’s dann aber auch mit den guten Nachrichten für den Großteil der roten Fans. Denn Mats Hummels steht laut „BamS“ unmittelbar vor einem Wechsel nach Dortmund. Demnach sollen sich die Vereine auf 20 Millionen Euro Ablöse geeinigt haben, nach Informationen dieser Zeitung reicht den Bayern diese Summe aber nicht aus. Es stehen also weitere Verhandlungen an.
Immerhin: Niko Kovac hat grünes Licht gegeben, und auch der Spieler kann sich mit einer Rückkehr nach Dortmund anfreunden, wo er bereits von 2008 bis 2016 kickte. Bei seiner Verabschiedung vor drei Jahren hatte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke gesagt: „Mats, du bist beim BVB immer extrem willkommen.“ Was würde der Hummels-Transfer für den FC Bayern bedeuten? Hier nun die Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Droht ein Engpass in der Abwehr?
Nein. Geht Hummels, hat der Rekordmeister – Stand jetzt – noch immer ausreichend Innenverteidiger im Aufgebot. Neben Abwehrchef Niklas Süle, 23, sind das die Neuzugänge Benjamin Pavard (23/wechselt für 35 Millionen Euro vom VfB Stuttgart) und Lucas Hernandez (23/für 80 Millionen Euro von Atlético Madrid). Hinzu kommen Jerome Boateng, 30, und Nachwuchsmann Lukas Mai. Der 19-Jährige beobachtet die Situation nach Informationen unserer Zeitung ganz genau und kann sich bei der Aussicht auf genügend Spielzeit einen Verbleib in München vorstellen.
Was passiert mit Jerome Boateng?
„Ich würde ihm als Freund empfehlen, den Verein zu verlassen. Er braucht eine neue Herausforderung, er wirkt wie ein Fremdkörper“, sagte Präsident Uli Hoeneß im Rahmen der Double-Fier Ende Mai über Boateng. Das Kapitel des 30-Jährigen beim FC Bayern schien beendet – bis jetzt. Denn: Verlässt Hummels München, könnte Boateng plötzlich wieder wichtig werden. Neben den Jungspunden täte ein erfahrener Mann wie der Weltmeister von 2014 äußerst gut. Die Frage ist nur, ob sich das Rad zurückdrehen lässt. Boateng manövrierte sich mit Lustlos-Auftritten bei der Meisterfeier und beim Pokalsieg sowie mit seiner Abwesenheit bei der Titelparty selbst ins sportliche Abseits. Die Aussagen der Clubbosse – auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge legte dem Abwehrmann einen Wechsel nahe – taten ihr Übriges. Boateng selbst soll sich einen Verbleib aber vorstellen können.
Holt der FC Bayern einen Hummels-Ersatz?
Laut „Bild“ ist nicht angedacht, auf dem Transfermarkt zu reagieren. Die Prioritäten liegen immer noch bei Verstärkungen für die Offensive. Eine Baustelle in der Defensive würde erst entstehen, wenn nach Hummels auch Boateng geht.