Bereit für Pittsburgh

von Redaktion

Dominik Kahun freut sich auf seinen neuen NHL-Club

Pittsburgh/Köln – Als in der Nacht das Telefon klingelte, war Dominik Kahun ziemlich überrascht. „Ich habe nichts davon gewusst“, sagte der deutsche Eishockey-Stürmer, die Nachricht über seinen NHL-Wechsel von den Chicago Blackhawks zu den Pittsburgh Penguins sei auf einmal gekommen. Dass Kahun nach nur einem Jahr die Koffer packen muss, stört ihn nicht – im Gegenteil.

„Es gibt Spieler in Pittsburgh, von denen man sehr, sehr viel lernen kann. Das sind natürlich Namen, die ich immer bewundert habe“, sagte Kahun. Die Chance auf gemeinsame Eiszeit mit dem Kanadier Sidney Crosby oder dem Russen Jewgeni Malkin weiß Kahun zu schätzen.

Mit einer starken Rookie-Saison hat sich der ehemalige Profi des EHC München empfohlen. Für den Nationalspieler, der alle 82 Hauptrundenpartien machte und dabei 37 Scorerpunkte (13 Tore, 24 Assists) sammelte, erhält Chicago im Gegenzug den finnischen Abwehrmann Olli Määttä, der mit Pittsburgh zweimal Meister wurde.

„Natürlich gibt es Leute, die das nicht so positiv sehen, die denken, dass ich irgendwie weggeschoben wurde von Chicago“, so Kahun. Das sei jedoch Unsinn. „Wenn man sieht, dass ich in einem Eins-zu-Eins-Trade war mit einem Verteidiger, der einen sehr guten Namen hat und schon vier oder fünf Millionen verdient, heißt das natürlich auch, dass ich nicht allzu schlecht sein kann.“

Im Vergleich dazu ist Kahun ziemlich günstig. Er hatte in Chicago einen Einstiegsvertrag über zwei Jahre unterschrieben, mit einem vergleichsweise niedrigen Gehalt von 825 000 Euro pro Jahr. Gewiss ein Faktor für die Penguins, doch Kahun spürte auch eine große Wertschätzung des Clubs. Pittsburgh habe gesagt, „dass sie mich unbedingt haben wollten. Das könnte sich für mich nicht besser anhören“, sagte Kahun, „ich sehe es auch als sehr große Chance, ich werde in den Kader gut reinpassen.“  sid

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