DFL vor Strukturreform

von Redaktion

Noch mehr Macht für Christian Seifert?

Frankfurt – Nicht nur der Deutsche Fußball-Bund muss sich nach dem unrühmlichen Abgang von Präsident Reinhard Grindel sortieren, auch die Deutsche Fußball Liga will sich neu aufstellen. Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung der 36 Clubs der 1. und 2. Bundesliga an diesem Dienstag (Beginn 11.30 Uhr) in Neu-Isenburg geht es um die Nachfolge des ausscheidenden DFL-Präsidenten Reinhard Rauball. Der Posten wird wohl abgeschafft, ein Sprecher des Präsidiums installiert. Als Kandidat dafür gilt DFL-Geschäftsführer Christian Seifert, der damit weiter an Macht gewinnen würde.

Der 72 Jahre alte Rauball, zugleich Präsident von Borussia Dortmund, hört zur Generalversammlung am 21. August auf. Er ist seit vielen Jahren die starke Figur bei der DFL – neben Topmanager Seifert, der den operativen Bereich der Dachorganisation verantwortet. Ein im Präsidium entwickeltes und von Vizepräsident Peter Peters vorgestelltes Strukturmodell sah zunächst einen neuen Vorstand vor und einen deutlich größeren Aufsichtsrat. Dagegen gab es aber Widerstand. Eine sechsköpfige Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit der Weiterentwicklung der Gremiumstrukturen.

„Braucht es noch einen Liga-Präsidenten, der den Fußball als Ganzes repräsentiert?“, hatte Seifert bereits gefragt. Wie jede Organisation müsse sich auch die DFL weiterentwickeln. Dass eine Strukturreform her muss, darauf hatten sich die 18 Erstligisten am 26. April mehrheitlich bereits geeinigt. Die ehrenamtliche Führung sei nicht mehr zeitgemäß. Außerdem sorgen die Parallel-Struktur von DFL-GmbH und e.V. und Ämtermischungen für Kritik. Bei der Versammlung sprechen auch die Zweitliga-Vertreter mit.  dpa

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