IN KÜRZE

Frühes EM-Aus für Florett-Quartett

von Redaktion

Doping

Die russische Anti-Doping-Agentur RUSADA erwägt, gegen 33 Sportler verschiedener Sportarten vorzugehen. Sie sollen verbotene Behandlungen von einem Arzt in Anspruch genommen haben, wie die Dopingkontrolleure gesterb in Moskau mitteilten. Nach mehr als 140 Befragungen seien mindestens 60 Verstöße gegen Doping-Bestimmungen aufgedeckt worden. Unter den beschuldigten Sportlern sind demnach 17 Leichtathleten. Auch zwei behinderte Sportler seien ins Visier der Kontrolleure geraten. Was genau ihnen vorgeworfen wird, wurde nicht mitgeteilt. Sie sollen an der Sportschule der russischen Teilrepublik Tschuwaschien behandelt worden sein.

Leichtathletik

Die Olympiazweite im Marathon, Eunice Jepkirui Kirwa, ist nach einer positiven Dopingprobe für vier Jahre gesperrt worden. Das gab gestern die unabhängige Integritätskommission AIU des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF bekannt. Bei der gebürtigen Kenianerin, die für Bahrain startet, war das Blutdopingmittel Epo nachgewiesen worden. Die AIU hatte Kirwa wegen des positiven Tests im vergangenen Monat zunächst provisorisch gesperrt. Der Beginn der jetzt ausgesprochenen Sanktion wurde auf den 7. Mai 2019 zurückdatiert. Kirwa, 35, hatte sich in Rio nur Jemima Sumgong geschlagen geben müssen. Die erste kenianische Marathon-Olympiasiegerin wurde im Februar 2017 ebenfalls positiv auf Epo getestet. Ihre Sperre war im Januar auf acht Jahre verdoppelt worden, weil sie bei der Anhörung gefälschte Dokumente vorgelegt hatte.

Fechten

Für die deutschen Florettfechter hat die EM in Düsseldorf mit Enttäuschungen begonnen. Das Quartett mit dem viermaligen Einzel-Weltmeister Peter Joppich aus Koblenz und Peking-Olympiasieger Benjamin Kleibrink an der Spitze schied gestern bereits unter den besten 32 aus. Der Düsseldorfer Kleibrink scheiterte 11:15 an Italiens Weltmeister Alessio Foconi. Der Koblenzer Joppich unterlag dem Niederländer Daniel Giacon nach einem 0:9-Rückstand mit 10:15. Auch für André Sanita aus Bonn beim 7:15 gegen den Franzosen Maxime Pauty und für EM-Neuling Luis Klein aus Tauberbischofsheim beim 13:15 gegen Elisha Yuno aus den Niederlanden war in der zweiten Runde Schluss. Als 19. war Joppich bester Deutscher. Klein belegte Position 23. Kleibrink lag als 26. zwei Ränge vor dem ehemaligen EM-Dritten Sanita. Auch alle vier deutschen Säbelfechterinnen sind vorzeitig gescheitert. In der Runde der besten 32 schieden die Dormagenerinnen Anna Limbach und Lea Krüger aus. Krüger verlor gegen die dreimalige ukrainische Weltmeisterin Olga Charlan, die ehemalige WM-Fünfte Limbach gegen die Ungarin Anna Marton. Julika Funke aus Künzelsau und Ann-Sophie Kindler aus Eislingen überstanden ihre Auftaktgefechte nicht.

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