Woodland: Mit familiärer Inspiration zum US-Open-Sieg

von Redaktion

Im März 2017 stand die Welt des Gary Woodland plötzlich still. Der Golfprofi und seine Ehefrau Gabby erwarteten Zwillinge, das junge Familienglück schien vollkommen – und wurde doch auf tragische Weise zerstört. Als „qualvollste Zeit meines Lebens“ bezeichnet Woodland heute die Wochen, in denen das Paar den Tod eines der beiden ungeborenen Babys verarbeiten musste.

Den bisherigen Höhepunkt seiner Sportlerkarriere, den Triumph bei der 119. US Open in Pebble Beach am Sonntag, wollte Woodland daher so schnell wie möglich mit seiner wieder schwangeren Gattin feiern. „Es ist hart für mich, sie in diesem Moment nicht bei mir zu haben“, sagte der 35-Jährige aus Topeka/Kansas, der dann auch „eine nette Geburtstagsparty“ für Söhnchen Jaxson Lynn schmeißen will. Gabby Woodland und der knapp zweijährige Filius, der zehn Wochen zu früh auf die Welt kam, sind zweifellos die größten Inspirationen des frisch gebackenen Major-Champions. Kämpfen und positiv bleiben, nach vorne schauen – auf keinen anderen Golfer könnte dieses Motto besser zutreffen. Das große Talent war Woodland nämlich keinesfalls in die Wiege gelegt worden, während der Highschool träumte er sogar noch von einer Karriere als Basketballer. Erst auf dem College lenkte er den Fokus auf Golf, „da habe ich mich richtig in diesen Sport verliebt“, sagte Woodland. Zwischen den ersten Gehversuchen im Profilager (2007) und dem überraschenden Coup an der Pazifikküste lag deshalb viel Schufterei für den US-Amerikaner. sid/foto: epa

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