München – Der Transferpoker um Rodrigo, 22, dem Wunschspieler des FC Bayern, wird offenbar zum Zweikampf. Laut der spanischen Zeitung „Marca“ hat der Mittelfeldmann von Atlético Madrid dem Vereinspräsidenten Miguel Angel Gil Marin mitgeteilt, dass er den Verein im Sommer verlassen und seine Ausstiegsklausel in Höhe von 70 Millionen Euro ziehen wird. Potenzielle Abnehmer: der FC Bayern eben und auch Manchester City. Dass der deutsche Rekordmeister an einer Verpflichtung des Sechsers interessiert ist, ist bereits seit Wochen bekannt. Besonders Sportdirektor Hasan Salihamidzic will Rodrigo nun nach München holen. Allerdings geht man in Spanien und England davon aus, dass der spanische Nationalspieler sich Manchester City anschließen wird – in erster Linie wegen Trainer Pep Guardiola.
Der Spanier will seinen Landsmann zum neuen Sergio Busquets aufbauen und ihn zum Mittelfeldchef der Zukunft machen. Heißt im Umkehrschluss: Wenn die Bayern noch unbedingt einen Sechser verpflichten wollen, müssen sie sich zeitnah anderweitig umschauen. Oder die Münchner setzen auf eine interne Lösung für das Mittelfeldzentrum. In der DFB-Elf füllt diese Rolle nämlich ein gewisser Joshua Kimmich mit Bravour aus, wie er erst kürzlich beim 8:0 gegen Estland wieder bewies.
Ob er Hoffnung habe, nach der Sommerpause in München auch auf dieser Position und nicht weiterhin als Rechtsverteidiger zu spielen, wurde Kimmich nach der Partie noch gefragt. Seine Antwort: „Ich mache mir die nächsten vier Wochen keine Gedanken darüber, ganz ehrlich. Und dann mal schauen: Es liegt auch immer am Trainer. Wenn der heute zugeschaut hat, hat er gesehen, dass ich auch auf der Sechs spielen kann. Und wenn nicht, dann weiß er es auch so.“ bok