Der Schatten-MVP

von Redaktion

Profi für große Momente: Vladimir Lucic

München – In den vergangenen Tagen war in den sozialen Medien Vielsagendes zu finden. Mit einem Spieler wie Berlins Leitwolf Luke Sikma erreiche man Finals, so war da sinngemäß zu lesen. Mit Vladimir Lucic aber gewinne man die Finals auch. Das ist natürlich sehr plakativ ausgedrückt, doch soweit es Lucic betrifft, ist da schon einiges dran. Der Serbe hätte am Sonntag allemal ebenfalls eine MVP-Trophäe verdient gehabt.

Bei den Berliner Fans hat sich Lucic in den drei Endspielen vielleicht nicht unbedingt beliebter gemacht. Mal gegen Peyton Siva, mal gegen Roko Giedraitis – der 30-Jährige demonstrierte meisterhaft, wie man einen Gegenspieler zur Weißglut bringt. Um dann doch kühl zuzuschlagen, wenn es in einem Spiel am wichtigsten ist. Am Sonntag leitete Lucic mit einem Dreier Mitte des Schlussviertels die imposante Aufholjagd ein, ein weiterer Dreier in der Verlängerung stellte die Weichen auf Sieg und Meisterschaft.

Doch die Qualitäten des Mannes, der einer der besten Forwards des Kontinents geworden ist, haben reichlich Begehrlichkeiten geweckt. Unter anderem soll sich Euroleague-Finalist Anadolu Istanbul für seine Dienste interessieren.  rp

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