Leichtathletik
Lamine Diack, ehemaliger Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF, wird im Zuge des Doping- und Korruptionsskandals in der Leichtathletik der Prozess gemacht. Der 86 Jahre alte Senegalese und sein Sohn Papa Massata Diack müssen sich wegen „Korruption“ und „Geldwäsche“ vor Gericht verantworten, zudem werden vier weitere Personen angeklagt. Diack steht derzeit in Frankreich unter Hausarrest. Ein Pariser Berufungsgericht hatte festgestellt, dass bei ihm ein „erhöhtes Risiko“ bestehe, sich den französischen Behörden mit einer Ausreise zu entziehen. Diack wird vorgeworfen, als IAAF-Präsident Bestechungsgelder für vertuschte positive Dopingtests erpresst zu haben. Zudem soll er mit seinem Sohn Einfluss auf die Stimmenabgabe afrikanischer Länder bei der Wahl von Rio de Janeiro und Tokio als Ausrichter der Olympischen Sommerspiele genommen haben. Zudem droht Diack in den Korruptionsermittlungen rund um die Vergabe der anstehenden WM an Doha/Katar eine Anklage.
Die Schwedin Meraf Bahta, im vergangenen Jahr bei der EM in Berlin 2018 Dritte über 10 000 m, ist wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Richtlinien für ein Jahr gesperrt worden. Das teilte der schwedische Verband gestern mit. Bahta hatte mehrmals gegen die Meldeauflagen für Dopingtests verstoßen. Die Sperre gilt rückwirkend ab dem 1. September 2018 und dauert bis zum 31. August 2019. Bei der EM im vergangenen August hatte Bahta die Ulmerin Alina Reh auf Platz vier verwiesen.