Nübel hält U 21-Hype am Leben

von Redaktion

Schalker Torhüter verursacht Elfmeter und dreht danach auf

Udine – Die deutsche U 21 hat erstmals mehr Zuschauer vor den Fernseher gelockt als das Frauen-Nationalteam bei der WM. Das 1:1 gegen Österreich bei der EM in Italien und San Marino verfolgten am Sonntagabend 6,97 Millionen Menschen live im ZDF (Marktanteil 25,5 Prozent. Den 3:0-Sieg der deutschen Frauen im Achtelfinale gegen Nigeria hatten am Vortag 6,49 Millionen Zuschauer (39,9 Prozent) verfolgt.

Dass der kleine U 21-Hype weitergehen kann, hat der DFB vor allem einem Mann zu verdanken: Alexander Nübel. Der Schlussmann hielt überragend, war jedoch auch an einem sehr umstrittenen Elfmeter beteiligt.

Über die Szene in der 23. Minute regte sich Klaus Thomforde noch lange nach Spielende auf. „Das ist für mich absolut ein Unding“, schimpfte der deutsche Torwarttrainer: „Dann kann man aus meiner Sicht mit dem Torwartspiel aufhören.“ Was war passiert? Nübel eilte aus seinem Tor, fing den Ball und traf dabei einen Gegner mit dem Knie am Kopf, was zu einem Strafstoß führte.

Auch Nübel ärgerte sich über die Szene, hätte den Elfmeter von Kevin Danso (24.) auch beinahe gehalten. Danach rettete er mit zwei Paraden das Remis. „Er war nachher zu einhundert Prozent da und hat uns zweimal am Leben gehalten“, lobte Cheftrainer Stefan Kuntz den 22-Jährigen vom FC Schalke 04.

Nübel spielt eine starke EM und zeigt sich unbeeindruckt von den Wechselgerüchten, bei denen auch der FC Bayern eine Rolle spielt. „Er zeigt einfach seine Klasse“, lobte Thomforde. Torschütze Luca Waldschmidt schwärmte: „Er spielt generell ein überragendes Turnier.“  dpa

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