„Pavard Durchschnitt“

von Redaktion

Lizarazu kritisiert Bayern-Neuzugänge

München – Seine Bayern Deutscher Basketball-Meister – Uli Hoeneß hatte am Sonntagabend gute Laune, er trug sein Ihr-dürft-mich–heute-alles-fragen-Gesicht. Dann jedoch: leichte Verfinsterung der Miene, denn die Reporter, die zum Basketballfinale gegen Berlin gekommen waren, wollten nur was zum Fußball wissen.

Dem Präsidenten Hoeneß fliegt seine vollmundige Ankündigung, getätigt Ende Februar im Sport1-„Doppelpass“, um die Ohren: „Wenn ihr wüsstet, wen wir schon alles sicher haben.“ Da wird in den Netzwerken denn auch gespottet („Bombentransfer“), wenn der FC Bayern tatsächlich mal einen Zugang vermelden kann: den von Hansi Flick als Co-Trainer.

Nun auf einmal will Hoeneß nicht mehr „über Käufe definiert werden“. Habe man nicht schon 120 Millionen ausgegeben für die Franzosen Benjamin Pavard und Lucas Hernandez sowie Nachwuchsstürmer Fiete Arp? Schon, doch dass die kommen würden, war bei Hoeneß’ Doppelpass-Auftritt bekannt. Es klang, als kämen die besten Meldungen noch.

„Wir werden am 15. August eine gute Mannschaft auf dem Platz haben“, so lautet die neue Hoeneß-Ankündigung (23. Juni). Aus den Planungen streichen müssen die Bayern aber den Sechser Rodrigo (Atletico Madrid/tendiert zu Manchester City), bei Leroy Sané scheint man nicht voranzukommen. Den Nationalspieler zieht es offenbar nicht entschieden genug weg von ManCity, der Vertrag dort läuft noch zwei Jahre.

Was Hoeneß am Sonntag noch nicht wusste: Dass Ex-Bayern-Spieler Bixente Lizarazu sich im Montags-Kicker über Pavard und Hernandez äußern würde. Kritisch. Beide seien für ihn mehr Außenverteidiger, man hätte daher Mats Hummels nicht gehen lassen sollen. Pavard sehe er im Abwärtstrend: „Nur noch Durchschnitt.“ Besser war dessen Stuttgarter VfB-Kollege Ozan Kabak – er ist auf dem Markt.  gük

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