Hans Vonavka: „Ich werde am Sonntag für Robert Reisinger stimmen, weil ich seinen Weg als alternativlos erachte und von der Ismaik-Seite seit Jahren nur die üblichen Nullaussagen kommen. Saki Stimoniaris, der sich ja in diversen Interviews als der viel, viel bessere Präsident dargestellt hat, ist in meinen Augen ebenfalls ein Dampfplauderer. Öffentlich ist der Mann seit Wochen nicht mehr existent. Wie soll man Leuten vertrauen, die so tun, als hätten sie aus der Flasche der Erkenntnis getrunken, aber nicht so handeln? Was mir an unserem Präsidium gefällt, ist die öffentliche Gelassenheit und klare Kante in der Sache. Reisinger, Hans Sitzberger und Heinz Schmidt machen die Spielchen von Ismaik und seinem Blogger nicht mit, sondern lassen Taten sprechen. Reisinger hat klar erklärt, dass er die KGaA durch neue Darlehen nicht in noch tiefere Abhängigkeit vom Investor bringen wird, sondern auf Sponsoring setzt. Wenn Ismaik das nicht will, ist das seine Sache. Dass er aber den Hauptsponsor noch dafür beschimpft, wenn er die Namensrechte für 500 000 sofort fließende Euro mietet, ist eine Frechheit sondergleichen. Dieser Mann schadet dem Ruf seines eigenen Investments nachhaltig und wundert sich ernsthaft darüber, dass die Sponsoren nicht Schlange stehen – unglaublich, aber wahr. Ich will auch zu den oft gehörten Vorwürfen was sagen, es ginge uns nicht um den sportlichen Erfolg, sondern nur ums Stadion. Das ist schlicht und einfach falsch. Es geht um sportlichen Erfolg – auf einem vernünftigen Fundament. Jahrelang wurde Ismaik nur als Geldesel gesehen, ohne einen kritischen Blick auf die Kostenseite zu werfen. Jetzt, wo Kontrolle endlich stattfindet, wird wieder kritisiert, weil die Mannschaft in der 3. Liga angeblich keine Chance haben soll. Warum lassen sich manche Leute von dem Gejammere so anstecken? In der letzten Saison hatten wir einen überdurchschnittlich teuren Kader, der unterdurchschnittlich performt hat. So toll waren die Transfers bis auf Simon Lorenz nicht. Und der war nur auf Leihbasis hier. Vielleicht wäre es mal angebracht, die Dinge so zu sehen, wie sie sind, anstatt seine Meinung jeden Tag auf einen neuen Stand bringen zu lassen. Wenn jetzt Rücklagen gebildet werden wegen zu erwartender neuer Strafzahlungen, die der Investor zu verantworten hat, spricht das für sich selbst.“
Eingeholt von Ludwig Krammer