München – Öffnung der Löwen-KGaA für weitere Investoren durch eine Kapitalerhöhung – so lautet der Plan von Robert Reisiniger, den der 1860-Präsident am Sonntag bei der Mitgliederversammlung im Zenith erklären und zur Abstimmung bringen will. Zustimmen müsste im Zuge eines positiven Votums auch Hauptgesellschafter Hasan Ismaik. Doch der erteilt dem Konzept schon vor dessen Veröffentlichung eine Absage. „Es ist wieder eine verzweifelte Tat“, kommentierte der Jordanier die e.V.-Pläne am Freitag bei kicker.de.
Sein Nein hat (auch) persönliche Gründe. So habe ihn Reisinger „vor Wochen“ angeschrieben und seinen Wunsch nach einer Kapitalerhöhung hinterlegt. „Ich schrieb dem Präsidium zurück, dass Saki Stimoniaris (Ismaiks-Sprecher im KGaA-Aufsichtsrat/d. Red.) die Gespräche übernehmen werde. Was kam als Antwort? Überraschung: Reisinger lehnt Stimoniaris als Gesprächspartner ab. Will er diese Kapitalerhöhung wirklich oder ist das nur ein Scheinkampf, um auf meine Kosten Politik zu machen? (…) Glaubt Reisinger bestimmen zu können, wer für HAM verhandelt? Damit ist das Thema für uns erledigt.“
Tatsächlich? Nach Informationen unserer Zeitung hatte Stimoniaris im Frühjahr in einer Sitzung des KGaA-Aufsichtsrats erklärt, nicht mehr mit dem Präsidium sprechen zu wollen. lk