Sebastian Vettel darf beim Großen Preis von Österreich endlich wieder auf ein Auto hoffen, das ihn zum Sieg tragen kann – beim turbulenten Auftakt in Spielberg stand er sich aber erst einmal selbst im Weg. Der Heppenheimer verlor im freien Training am Freitag die Kontrolle über seinen Ferrari und rutschte ins Kiesbett.
Es spielte keine Rolle. Weltmeister Lewis Hamilton musste seine schnellen Runden wegen Vettels Missgeschick abbrechen, sein Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas krachte heftig in die Streckenbegrenzung. Und auch Red-Bull-Star Max Verstappen beendete sein Training in der Bande.
So ließen sich über die Kräfteverhältnisse vor dem Qualifying am heutigen Samstag (15.00 Uhr/RTL) allenfalls erste Vermutungen anstellen – diese dürfen Vettel und Ferrari aber Mut machen. Die Hitze von über 30 Grad könnte der Scuderia in Spielberg helfen, das vermutet jedenfalls Mercedes-Chef Toto Wolff mit Blick auf die gute Kühlung der roten Boliden. Vor allem aber die langen Bergaufpassagen dürften Ferrari in die Karten spielen; auf kurvigeren Strecken haben die Roten wegen zu geringen Abtriebsgroße Nachteile gegenüber Mercedes.