Zehnkämpfer Kai Kazmirek (Foto) hat am Sonntag das Leichtathletik-Meeting in Ratingen gewonnen und mit starken 8444 Punkten auch die Norm für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio geknackt. Der 28-jährige WM-Dritte von der LG Rhein-Wied scheint für die Weltmeisterschaften vom 27. September bis 6. Oktober in Doha/Katar gerüstet. Das WM-Ticket gebucht hatte Kazmirek schon Ende Mai in Götzis, wie auch Niklas Kaul (Mainz) und Tim Nowak (Ulm). Europameister Artur Abele und der WM-Zweite Rico Freimuth hatten die restliche Saison wegen Verletzungen abgesagt. „Das war schon ziemlich gut. Ich denke, ich kann zufrieden sein“, sagte der 28-jährige Kazmirek, der gestern bei großer Hitze seine persönliche Bestleistung (8580) nicht ankratzen konnte und dies auch nicht musste – dazu war die Konkurrenz in Ratingen einfach nicht stark genug.
Bei den Siebenkämpferinnen konnte in Ratingen keine deutsche Athletin mehr die WM-Norm von 6200 Punkten übertreffen. Als Vierte verfehlte die Leverkusenerin Anna Maiwald mit 6174 Punkten den Richtwert knapp. Bereits für die WM qualifiziert waren Vizeweltmeisterin und Vorjahressiegerin Carolin Schäfer (Frankfurt/Main) und Sophie Weißenberg (Neubrandenburg). Einen Doppelerfolg gab es für Österreich: Verena Preiner gewann mit 6591 Punkten vor Ivona Dadic (6451). Foto: epa