Beachvolleyball
Deutschlands derzeit bestes Männerduo Julius Thole und Clemens Wickler ist bei der Beachvolleyball-WM in Hamburg in die Runde der letzten 32 eingezogen. Die Hamburger gewannen auch ihr zweites Gruppenspiel gegen die Iraner Arash Vakili/Bahman Salemi mit 2:0 (21:18, 22:20) und sind in der Gruppe L nicht mehr von einem der beiden ersten Plätze zu verdrängen, die die direkte Qualifikation für das Sechzehntelfinale bedeuten. Gegen die überraschend starken Iraner gerieten Thole/Wickler im zweiten Durchgang in Rückstand, wehrten einen Satzball ab und verwandelten dann bei eigenem Aufschlag den ersten Matchball.
Leichtathletik
Südafrikas 800-Meter-Olympiasiegerin Caster Semenya fühlt sich im Dauerstreit um erhöhte Hormonwerte „gekreuzigt“. Er zerstöre sie „mental und körperlich“, sagte die Leichtathletin nach ihrem Sieg beim Diamond-League-Meeting in Stanford/Kalifornien. Semenya kündigte für die WM Ende September in Katars Hauptstadt Doha an: „Falls ich nicht über 800 Meter laufen darf, dann laufe ich nicht bei den Weltmeisterschaften. Mein Ziel ist, meinen Titel zu verteidigen. Wenn nicht, dann eben nicht.“
Sportmedizin
Der umstrittene Freiburger Sportmediziner Armin Klümper ist im Alter von 84 Jahren in Südafrika gestorben. Dies bestätigte sein Testamentsvollstrecker in Offenbach. Zuerst hatte die „Badische Zeitung“ vom Tod des Sportmediziners berichtet. Klümper ist demnach bereits am 23. Juni in Kapstadt gestorben. Der in Münster geborene Klümper hatte in seiner Sportmedizinischen Spezialambulanz an der Uniklinik Freiburg und später in seiner eigenen Ambulanz zahlreiche prominente Sportler und auch Politiker als Patienten. Bereits in den 70er Jahren kamen Dopingvorwürfe auf, der Arzt selbst verteidigte die kontrollierte Gabe von Anabolika. In die Kritik geriet Klümper vor allem nach dem Tod der Siebenkämpferin Birgit Dressel, die 1987 einen toxischen Schock erlitten hatte. Die Leichtathletin und Klümper-Patientin hatte nachweislich 20 verschiedene Mittel von drei Ärzten eingenommen. Wissenschaftler beschäftigten sich mit den Dopingvorwürfen gegen Klümper. Einen Abschlussbericht der Evaluierungskommission der Universität gab es nie. Zu Beginn dieses Jahrtausends wanderte Klümper nach Südafrika aus und gab keine Interviews mehr.