Kader verkleinern, dann angreifen!

von Redaktion

Dortmund – Uli Hoeneß hat das Psychospielchen bereits eröffnet. Borussia Dortmund habe jetzt viele Spieler verpflichtet, sagte der Präsident des FC Bayern, und er spitzte seinen ersten Giftpfeil der Saison: „Ob sie sich verstärkt haben, wird man sehen.“

Dabei ist die Liste der BVB- Zugänge vor dem Trainingsauftakt an diesem Mittwoch erlesen – auch im Vergleich mit jener der Münchner. Mats Hummels, den Bayern ziehen ließ, Thorgan Hazard, Julian Brandt, Nico Schulz und das spanische Talent Mateu Morey lassen alle Borussen hoffen, die neue, offensive Ansage von Boss Hans-Joachim Watzke umzusetzen: „Wir wollen Meister werden! Ohne Wenn und Aber.“

Heute jedoch wird es noch vergleichsweise ruhig zugehen: Der Kader ist trotz der verheißungsvollen Zugänge eine Baustelle. Shinji Kagawa (Besiktas Istanbul) und Jeremy Toljan (Celtic Glasgow) kehren nach ihren Ausleihen zurück, ebenso Sebastian Rode (Frankfurt). Selbst Andre Schürrle (Fulham) steht plötzlich wieder auf der Matte.

Für alle vier hat der BVB keine Verwendung mehr. Abnehmer dringend gesucht! Auch Marius Wolf und Maximilian Philipp dürfen gehen, möglicherweise auch Julian Weigl, was die Löwen freuen würde (sie kassieren dann zehn Prozent der Ablöse). Ömer Toprak hatte 2018/19 einen Startelf-Einsatz, jetzt dürfte an Hummels erst recht kein Weg vorbeiführen.

Auf Sportdirektor Michael Zorc wartet viel Arbeit. Immerhin: An Jacob Bruun Larsen zeigen Clubs aus England Interesse, Dzenis Burnic wurde für ein weiteres Jahr an Zweitligist Dresden verliehen, Felix Passlack in die Niederlande. Wie die Dortmunder ihr Kader-Puzzle weiter lösen, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Uli Hoeneß wird es aus der Ferne genüsslich beobachten.  sid

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