Köln – Stefan Kuntz freute sich nach der Rückkehr in die Heimat auf ein paar Tage Urlaub. „Ich strecke erst mal die Füße aus und mache alles, was vier Wochen zu kurz gekommen ist. Wahrscheinlich fahre ich noch in die Sonne“, sagte der DFB-Trainer nach der U 21-EM. Doch allzu viel Zeit hat Kuntz nicht. Bis September muss er ein nahezu komplett neues Team an den Start bringen.
Ganze vier Spieler bleiben ihm für den Angriff auf die EM 2021 in Ungarn und Slowenien: Torhüter Markus Schubert (zuletzt Dynamo Dresden), der als neue Nummer eins aufgebaut werden soll, sowie Arne Maier (Hertha BSC), Johannes Eggestein (Werder Bremen) und Lukas Nmecha (zuletzt Preston North End). Doch wenn am 10. Septemberin Wales die EM-Qualifikation beginnt, braucht Kuntz 19 weitere Namen. Nominieren darf er Spieler, die am oder nach dem 1. Januar 1998 geboren sind.
Gesetzt sein dürfte Stürmer Janni Serra von Holstein Kiel, der im vorläufigen EM-Kader stand. Der sogar erst 1999 geborene Kai Havertz (Leverkusen) ist dagegen kein Thema, er hat längst den Sprung zu Joachim Löw geschafft.
Und dahinter? Der 1998er-Jahrgang gilt nicht als der stärkste, hält aber einige Talente bereit. Felix Götze vom FC Augsburg, Bruder von Mario Götze, zuletzt aber mit Hüftproblemen außer Gefecht. Oder Felix Passlack aus Dortmund, der jüngste deutsche Torschütze in der Champions League, hinter dem eine enttäuschende Leihe zu Norwich City liegt und der zu Fortuna Sittard (Niederlande) weiterzieht.
Ebenfalls schon in der Bundesliga aufgetaucht sind Dennis Geiger (Hoffenheim), Linton Maina (Hannover), Jordan Beyer (Mönchengladbach), die Itter-Zwillinge Gian-Luca (Freiburg) und Davede-Jerome (Wolfsburg). Ein Thema könnte auch der erst 2000 geborene Jann-Fiete Arp werden, das Sturmtalent hofft nach einem enttäuschenden Jahr in Hamburg auf einen Neustart bem FC Bayern. sid