Lienen: Neymar-Transfer war schädlich

von Redaktion

Der 222-Millionen-Euro-Transfer des brasilianischen Superstars Neymar zu Paris Saint-Germain hat nach Ansicht des langjährigen Bundesliga-Trainers Ewald Lienen dem Fußball massiv geschadet. „Die Ablösesumme ist schlicht und ergreifend obszön. Damit sind doch alle Relationen gesprengt worden, jeder dritte Spieler kostet jetzt 40 bis 80 Millionen Euro“, sagte der Technische Direktor des Zweitligisten FC St. Pauli. Neymar war 2017 für die bisher höchste Ablösesumme im Fußball vom FC Barcelona zum französischen Top-Club gewechselt. Das Problem des ganzen Ablöse-Wahnsinns liege seines Erachtens in Spanien, sagte Lienen. Dort schreibt ein Gesetz vor, dass jeder Spieler eine Klausel in seinem Vertrag haben muss, mit der er sich freikaufen kann. Bei Neymar wurde eine Fabel-Summe formuliert, die dann gezahlt wurde. „Es muss Grenzen geben, da sind die Clubs und die Verbände gefordert, dem Einhalt zu gebieten“, forderte der frühere Bundesliga-Profi.

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