Allgemeine Annäherung

von Redaktion

MRV: Vorstand und Mitglieder suchen gemeinsame Lösungen

München – Die Finanzierung des neuen Mitarbeiter-Wohnhauses auf der Galopprennbahn in Riem ist nun auch rechtlich in trockenen Tüchern: Nachdem der Vorstand des Münchener Rennvereins (MRV) um Präsident Dietrich von Boetticher die von der Vereinssatzung vorgegebene Dreiviertel-Mehrheit der Mitglieder bei der ordentlichen Jahresversammlung im April dem Anschein nach verfehlt hatte, stellte von Boetticher den Mitgliedern nun ein eigens beauftragtes Rechtsgutachten vor. Tenor: Laut gängiger Rechtsprechung werden StimmEnthaltungen nicht gewertet – sodass die 75-Prozent-Hürde bereits im April übersprungen wurde.

Die Abstimmung hatte damals für heftigen Streit gesorgt. Zudem blieb der Grund der Ablehnung unklar. Zum einen war das rund sechs Millionen Euro teure Gebäude im April beinahe bezugsfertig, zum anderen hatten zahlreiche Wortmeldungen breite Zustimmung signalisiert. Ein interessanter Antrag von Mitglied Michael Marx lief dagegen ins Leere. Der Rechtsanwalt beantragte, dass künftig „jedes Mitglied nur für ein weiteres Mitglied das Stimmrecht ausüben bzw. es vertreten kann“. Der Beschluss hätte weitreichende Folgen: Bei früheren Versammlungen war immer wieder gemutmaßt worden, Mitglieder des Vorstands übten über eine Vielzahl an Vollmachten unverhältnismäßig großen Einfluss aus und entschieden Abstimmungen in ihrem Sinn.

Da Marx‘ Antrag eine Änderung der Vereinssatzung zur Folge hätte und dafür andere Ladungsfristen gelten, entfiel eine Abstimmung. cw

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