Sichere Nummer Bundesliga

von Redaktion

Robert Lewandowski vor Vertragsverlängerung bis 2023

München – Im Februar krachte es zwischen dem FC Bayern und dem TV-Sender Sky. Dessen Experte Didi Hamann verbiss sich in Stürmer Robert Lewandowski: „Ich glaube, dass Lewandowski zum Problem für Bayern wird. Seine Theatralik, sein Abwinken, sein zum Teil lustloses Verhalten auf dem Platz. Ich glaube, es ist offensichtlich, dass er ein Einzelgänger ist.“ Für die Bayern konterte Hasan Salihamidzic, der Sportdirektor warf die Schlagwörter „Unsachlich“, „Ahnungslos“, „Kampagne“ ein.

Zwar bot Lewandowski mit blassen Vorstellungen beim Champions-League-Ausscheiden gegen Liverpool weiteren Anlass zur Kritik – dennoch war es unter dem Strich eine Saison, in der der Pole, vor allem intern, gute Bewertungen erhielt. Von der Redaktion des FC-Bayern-Fan-Blogs „Mia san rot“ wurde er zum Spieler der Saison gewählt. Begründung: exzellente statistische Werte (53 Torbeteiligungen) und ein Wandel „Vom eitlen Star zum Führungsspieler“.

Offenbar gewachsen ist die Identifikation von Lewandowski mit München. Das letzte Mal, dass er Fernweh (Real Madrid) artikulierte, war im Sommer 2018. Nun hingegen läuft es darauf hinaus, dass der Mittelstürmer seinen Vertrag mit dem FC Bayern ein weiteres Mal verlängert. Vorzeitig. Statt 2021 dann bis 2023, so vermeldete es Sky am Wochenende als fix (ist es aber noch nicht, da Lewandowski sich noch im Urlaub befindet).

Wenigstens die Torgarantie hätte sich der FC Bayern für die kommenden Jahre gesichert, es wäre die erste Meldung eines personellen Erfolgs in einer Phase, in der sich angedachte Transfers nicht realisieren lassen und Salihamidzic kurz davor ist, in Erklärungsnot zu geraten.

Warum Robert Lewandowski den FC Bayern nicht mehr als Durchgangsstation sieht? Bei keinem anderen europäischen Spitzenverein bekäme er einen solchen Status, die Bundesliga ist für ihn eine sichere Nummer. Könnte er sich nach nunmehr neun Jahren (2010 bis 14 in Dortmund) und im reifen Stürmeralter (30) noch umstellen auf eine anspruchsvollere Liga (England, Spanien)?

Leben und verdienen lässt sich ja auch in München gut, Im letzten verfügbaren UEFA-Finanzreport steht der FC Bayern bei den Gehaltsausgaben auf Platz fünf (vor Paris, Chelsea, Liverpool), und Lewandowski ist Bayerns Spitzenverdiener.  gük

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