Portugals Fußball-JungstarJoão Félix (19) sieht sich trotz der Ablösesumme von 127,2 Millionen Euro bei seinem Wechsel von Benfica Lissabon zu Atlético Madrid keinem noch höheren Druck ausgesetzt. „Die Ablösesummen werden durch den Markt reguliert“, sagte der Teenager bei seiner Vorstellung, „und ich verstehe davon gar nichts!“ Félix überbot mit seiner Ablöse sogar seinen Landsmann und fünfmaligen Weltfußballer Cristiano Ronaldo (34), der bei seinem Wechsel vor Jahresfrist von Real Madrid zu Juventus Turin 117 Millionen Euro gekostet hatte. Dass er in Madrid als Nachfolger von Weltmeister Antoine Griezmann in große Fußstapfen tritt, schreckt Youngster Félix nicht. „Ich setze mir mit meinem Spiel selbst die Grenzen. Ich werde versuchen, meinen Job so gut es geht zu erledigen“, betonte er. Der neue Atlético-Star erhielt aus den Händen von Präsident Enrique Cerezo das Trikot mit der Nummer „7“ – die hatte bislang Griezmann getragen. Dessen Transfer zum FC Barcelona soll in den nächsten Tagen über die Bühne gehen.
Der frühere Bremer Profi Marko Arnautovic wechselt nach zwei Jahren vom Premier-League-Club West Ham United zum chinesischen Super-League-Champion Shanghai SIPG. Das gab West Ham am Montag in einer kurzen Mitteilung bekannt. Die Ablösesumme für den 30 Jahre alten Österreicher soll laut britischen Medien rund 22 Millionen Pfund (25 Millionen Euro) betragen. Arnautovic hatte bereits im Januar einen Wechsel nach China angestrebt, den die Hammers aber nicht genehmigten. Stattdessen wurde der Vertrag mit dem Stürmer verlängert und sein Gehalt erhöht.
Martin Schmidt, Trainer des FC Augsburg, folgt der Devise, dass man „mal einen jungen, dann wieder einen erfahrenen Spieler verpflichten sollte“. Nun hat der Bundesligist für seine Abwehr einen Routinier geholt. Marek Suchy, zuletzt beim FC Basel und dort Kapitän, bestritt 41 Länderspiele für Tschechien und stand für seine Clubs (Slavia Prag, Spartak Moskau, Basel) in rund 100 Europacupspielen auf dem Rasen. Beim FCA unterschrieb der 31-Jährige bis 2021. Er ist Innenverteidiger, daher könnte seine Verpflichtung bedeuten, dass Augsburg und Martin Hinteregger vor der endgültigen Trennung stehen. Der Österreicher, der sich mit Schmidt-Vorgänger Manuel Baum überworfen hatte, will dauerhaft zu Eintracht Frankfurt, wohin er in der Rückrunde schon ausgeliehen war. Gestern hatte Hinteregger beim FC Augsburg, wo er noch unter Vertrag steht, zum Training antreten müssen. gük