Warten auf den Domino-Mann

von Redaktion

Ein Wechsel von Neymar zum FC Barcelona könnte das Transferkarussell in Gang bringen

München – Er ist der Domino-Mann: Neymar da Silva Santos Junior. Die Anzeichen, dass Brasiliens Superstar Paris Saint-Germain im Sommer verlässt, verdichten sich weiterhin: Am Montag fehlte der 27-Jährige unentschuldigt beim Trainingsauftakt der Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel. Nur einen Tag später hat sich PSG-Sportdirektor Leonardo via Le Parisien mit einer deutlichen Botschaft zu Wort gemeldet: „Neymar kann PSG verlassen, wenn es ein für alle Welt überzeugendes Angebot gibt. Aber bis zum heutigen Tag wissen wir weder, wer ihn kaufen möchte noch zu welchem Preis.“

Genau auf diesen Transfer warten auch die Verantwortlichen des FC Bayern. Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge drückte das am Montag wie folgt aus: „Es muss ein Dominostein fallen. Auf den wartet man in Fußball-Europa. Wenn es den gibt, dann werden viele Transfers folgen.“ In der Praxis sieht dieser Domino-Effekt so aus: Wechselt Neymar für eine Summe von ungefähr 170 Millionen von PSG zurück nach Barcelona, haben die Franzosen wieder Geld, um trotz Financial-Fairplay-Auflagen auf dem Transfermarkt aktiv zu werden.

Diese Einnahmen könnten die Franzosen wiederum in Spieler der Bayern investieren: Renato Sanches und Jerome Boateng wurden bereits in der Vergangenheit mit dem Hauptstadt-Klub in Verbindung gebracht. Die daraus entstandenen Einnahmen könnten die Roten direkt in eine Verpflichtung von Barcelonas Ousmane Dembele, Marktwert 100 Millionen, investieren. Denn: Sollte Neymar wieder bei den Katalanen spielen, wird es für Dembele in der Dreier-Angriffsreihe eng.

Das trifft übrigens auch auf Philippe Coutinho zu. Immerhin gilt auch der Wechsel von Antoine Griezmann von Atlético Madrid zum FC Barcelona als so gut wie fix. Intern hat man sich beim FC Bayern nach Informationen unserer Zeitung übrigens festgelegt, erst die namhaften Wechsel zu stemmen, ehe man die Lücken im Kader mit vermeintlich kleineren Transfers füllt. Keines Domino-Effekts bedarf es in München übrigens, falls der Wechsel von Leroy Sané klappt. MANUEL BONKE

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