Saalfelden – Christian Ziege muss beim Stichwort Thailand fast losprusten. Nur rund sechs Wochen dauerte das Abenteuer des ehemaligen Nationalspielers beim Ratchaburi Mitr Phol FC Anfang 2008. „Das würde den Rahmen sprengen“, meint der Fußball-Europameister von 1996 lächelnd zu den Gründen für sein Aus. Mittlerweile trainiert er den österreichischen Drittligisten FC Pinzgau Saalfelden.
„Da es bekanntermaßen nicht so einfach ist, einen Trainerjob zu bekommen, ich das aber sehr, sehr gerne mache und das vor meiner Haustür ist, passt im Moment alles“, sagt Ziege über sein Engagement im Salzburger Land. Der 47-Jährige hat einen Dreijahresvertrag unterschrieben. Ziege senior lebt nicht weit weg in Mittersill, der Verein hat Ambitionen und will aufsteigen, außerdem spielt sein Sohn Alessandro für die Pinzgauer.
Ein neues Vereinsgebäude ist Ausdruck der Ziele, die sich der Club für die Zukunft gesteckt hat. Von der Aussichtsterrasse blickt man auf den Rasen und das Panorama der Seefeldener Steinberge. Schön ist es hier, aber nicht unbedingt der Ort, wo man einen ehemaligen Profi des FC Bayern, AC Mailand, FC Middlesbrough, FC Liverpool sowie von Tottenham Hotspur und schließlich Borussia Mönchengladbach erwarten würde.
„Natürlich wäre es ein Traum“, sagt Ziege über einen Job irgendwann einmal in der Bundesliga oder einer ersten Liga in einem anderen europäischen Land. „Es gibt aber mittlerweile so viele gute Trainer. Und wenn eine Trainerstelle frei wird, dann sind gefühlt 100 Namen im Umlauf, die werden dann reduziert auf 15 und am Ende kann es nur einer werden.“