München – Bayerns Sportdirektor Marko Pesic hatte dem Neuen zuletzt ja schon den roten Teppich ausgerollt. „Wer TJ Bray verpflichtet“, hatte er am Rande der Meisterfeier seiner Basketballer des FC Bayern gesagt, „der trifft eine ziemlich gute Entscheidung.“
Nun ist klar: Pesic hatte sich damit selbst auf die Schulter geklopft. Denn der US-Spielmacher, der in der abgelaufenen Saison Aufsteiger RASTA Vechta überraschenderweise bis ins Halbfinale führte, gab dem FC Bayern seine Zusage. Bis 2021 band sich der 27-Jährige an den nun fünfmaligen deutschen Champion.
Die statistischen Werte des Mannes aus dem für Bayern-Fans sicherlich hochverdächtigen Örtchen New Berlin (Wisconsin) sind natürlich schwindelerregend. 15,6 Punkte legte er in den 40 BBL-Partien durchschnittlich auf, garniert mit dem Liga-Bestwert von 8,1 Assists. Allerdings bekam er von Trainer-Senkrechtstarter Pedro Calles dafür auch im Schnitt über 32 Minuten zugestanden.
Damit kann der Erbe des nach Oldenburg abgewanderten Braydon Hobbs in München sicher nicht rechnen. Auch deshalb schwangen durchaus Zweifel mit, als Bray am Rande der Halbfinalserie gegen den FC Bayern schon heftig als potenzieller Münchner gehandelt wurde. FCB-Sportchef Daniele Baiesi hat diese Zweifel nicht. „Wir verfolgen seinen Weg schon etwas länger“, verriet der Italiener, „TJ ist ein sehr vielseitiger Spieler, ein großer Guard (1,96 Meter, Anm. d. Red.) mit hoher Spielintelligenz auf beiden Seiten des Feldes und einem herausragenden Passspiel. Er besitzt den Charakter, sich auch auf einem neuen Niveau zu bewähren.“ Noch so ein roter Teppich. rp