IM BLICKPUNKT

Kramer: „Jeder Profi hat Gier und Biss“

von Redaktion

Der FC Bayern öffnet sich dem E-Sport. „Wir werden, was Fußballspiele betrifft, uns durchaus mit dem Thema befassen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge gestern in der Münchner Allianz Arena anlässlich der Bekanntgabe einer langfristigen Partnerschaft mit Konami, einem japanischen Hersteller und Verleger von Computer- und Videospielen. Beim E-Sport, dem sportlichen Wettkampf zwischen Menschen mit Hilfe von Computerspielen, kommt für den deutschen Rekordmeister aber nur Fußball infrage, wie Rummenigge verdeutlichte – „keine Baller- und Kriegsspiele“. Die Bayern-Profis und die Allianz Arena werden in der Neuauflage der Simulation „eFootball PES 2020“, die im September erscheinen soll, aufgenommen – ebenso Vereinslegenden wie Oliver Kahn oder Lothar Matthäus. Nationalspieler Serge Gnabry (23) fungiert künftig als offizieller „eFootball PES Botschafter“. Der 23-Jährige verbringt wie etliche seiner Bayern-Kollegen viel Zeit an der Spielkonsole.

Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz hat mit Bayern-Boss Uli Hoeneß eine Wette laufen. RB Leipzig werde in den nächsten drei Jahren deutscher Meister, meint der 75-jährige Österreicher. Sollte es nicht klappen, kann der Milliardär seine Wettschuld billig einlösen: Es gehe nur um ein Glas Bier, verriet Mateschitz den österreichischen Bundesländerzeitungen. Für den ersten Auftritt von Red Bull Salzburg in der Gruppenphase der Champions League gibt er sich bescheidener. „Wenn wir Platz drei erreichen und damit in der Europa League weiterspielen, wäre es perfekt.“ Österreichs Serien-Meister Salzburg war elf Mal in der Qualifikation gescheitert, bevor es 2019 zum ersten Mal klappte.

Ex-Weltmeister Christoph Kramer hat kein Verständnis für Diskussionen über Einstellungsprobleme. „Suchen wir nach Erklärungen für irgendwelche Ergebnisse, landen wir regelmäßig beim Stichwort Mentalität. Da wird so viel Quatsch hineininterpretiert, dass ich nur den Kopf schütteln kann“, sagte der 28-Jährige dem „kicker“. Nach Kramers Ansicht muss an der Einstellung nicht gezweifelt werden: „Jeder Profi hat die Gier und den Biss, das Spiel gewinnen zu wollen. Jede Woche.“ Dass Spieler auch nur punktuell 98 Prozent Einsatz zeigen, „gibt’s nicht“.

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