Borussia Dortmund ist gestern ohne Innenverteidiger Abdou Diallo ins Trainingslager in die USA aufgebrochen. Medienberichten zufolge absolviert der 23-jährige Franzose den Medizincheck bei Paris St. Germain. Frankreichs Sportzeitung „L’Equipe“ hatte am Sonntag berichtet, die Clubs hätten sich auf eine Ablöse von 32 Millionen Euro geeinigt. Ebenfalls nicht im Flugzeug nach Seattle saßen Manuel Akanji und Marcel Schmelzer (jeweils muskuläre Probleme) sowie Andre Schürrle und Shinji Kagawa. Das Duo soll sich neue Vereine suchen. Dennoch umfasste die BVB-Delegation 26 Spieler, der Tross der Schwarz-Gelben besteht aus insgesamt 107 Personen.
Der neue Sportvorstand Jonas Boldt vom Hamburger SV ist bereit zur Kooperation mit HSV-Investor Klaus-Michael Kühne. „Wenn er mit mir sprechen will, dann werde ich mit ihm sprechen. Diese Situation wird bestimmt auch noch kommen“, sagte Boldt in einem gestern veröffentlichten Interview von „Spox“ und „Goal“. Aktuell bestehe jedoch keine Eile, weil die mit dem Aufsichtsrat des Zweitligisten abgestimmten Themen mit Kühne nichts zu tun hätten. „Wir haben ein abgesegnetes Budget, in dessen Rahmen ich mich in Absprache mit dem Aufsichtsrat bewege“, erklärte Boldt.
Ex-Bundesliga-Trainer Jürgen Kramny möchte das Trainingscamp der vereinslosen Fußball-Profis in Duisburg als Sprungbrett für eine Tätigkeit im Profifußball nutzen. „Grundsätzlich möchte ich wieder als Vereinstrainer arbeiten und auf dem Platz stehen. Jetzt hatte ich für das VDV-Camp aber Zeit und bin motiviert. Was sich dann ergibt, werden wir sehen“, sagte der 47 Jahre alte frühere Fußball-Profi im Interview des Fachmagazins „Kicker“. Kramny trainierte als Cheftrainer den VfB Stuttgart und Arminia Bielefeld. Seit dem 9. Juli betreut er das mittlerweile 17. Proficamp der Spielergewerkschaft VDV in der Sportschule Wedau. Dabei können sich vereinslose Profis im Mannschaftstraining fit halten und in Testspielen für neue Jobs empfehlen.
Ungewöhnlicher Fan-Angriff in Norwegens Fußball: Der Junioren-Nationaltorhüter Julian Lund wurde am Sonntagabend beim Ligaspiel seines Mjöndalen IF gegen Odd Grenland (2:0) von einem gegnerischen Anhänger mit seiner eigenen Wasserflasche beworfen. Lund ging zu Boden und hielt sich das Bein, blieb aber unverletzt und konnte weiterspielen. Der Täter wurde noch während des Spiels von der Polizei abgeführt und angezeigt. Der Fan war nach dem Führungstreffer der Hausherren über die Absperrung gesprungen und auf den Torhüter zugelaufen. „Er hat mir gedroht, meine Flasche genommen und sie auf mich geworfen. Das ist völlig absurd“, Das war total krank“, sagte Lund dem Blatt „Verdens Gang“.