Budapest – Die WM-Nullnummer der deutschen Fechter konnten Benjamin Kleibrink, Peter Joppich und Co. zwar nicht verhindern – doch die Florett-Herren dürfen immerhin weiter auf Olympia hoffen. Am Abschlusstag der Titelkämpfe in Budapest verlor das Quartett im Viertelfinale 24:45 gegen Europameister Frankreich und vergab damit die letzte Chance auf eine deutsche Medaille.
Wie schon im vergangen Jahr beendete der Deutsche Fechter-Bund (DFeB) damit die WM ohne Edelmetall. Mit Ausnahme der Säbelfechter um den EM-Dritten Max Hartung und der Florett-Herren gab es beim wichtigsten Qualifikationsturnier für die Olympischen Spielen in Tokio viel Ernüchterung.
Die Weltspitze ist in vielen Waffen weiterhin noch ein ganzes Stück entfernt. Für Olympia planen können allerdings die Säbelfechter um Max Hartung. Platz vier bedeutete zwar ebenfalls keine Medaille, doch der Halbfinaleinzug war mit Blick auf Tokio genauso wichtig wie Edelmetall.
Für ein halbwegs versöhnliches Ende in Budapest sorgten die Florettfechter. Peking-Olympiasieger Kleibrink (Düsseldorf), der viermalige Einzel-Weltmeister Joppich (Koblenz), Andre Sanita (Bonn) und Luis Klein (Tauberbischofsheim) erreichtenRang acht. Die Hoffnung auf die Olympiateilnahme lebt.
Weitere Topplatzierungen blieben aus. Im Einzel stand Hartung als einziger unter den Top Acht. Und auch in den Teamwettbewerben – aufgrund des komplizierten Qualimodus von enormer Bedeutung – wurde es nur bedingt besser. Säbel- und Florettfechter erfüllten ihre Ziele, doch vor allem für die Degen- und Florettfechterinnen gab es mit Platz zwölf und neun Enttäuschungen. sid