Box-Tote: „Fahrlässig gehandelt“

von Redaktion

Berlin – Nach dem zweiten Todesfall in wenigen Tagen steht der Boxsport wieder am Pranger, doch beide Fälle wären zu vermeiden gewesen, glaubt Thomas Pütz, Präsident vom Bund Deutscher Berufsboxer (BDB),. Es sei jeweils „fahrlässig gehandelt“ worden, sagte er.

Am Dienstag war der russ-ische Superleichtgewichtler Maxim Dadaschew nach dem Kampf gegen Subriel Matias (Puerto Rico) seinen Kopfverletzungen erlegen. Der 28-Jährige hatte beim Fight schwere Kopftreffer hinnehmen müssen und war nach einer zweistündigen Not-OP ins künstliche Koma versetzt worden. „Er hätte viel eher aus dem Kampf genommen werden müssen“, findet Pütz.

Zwei Tage später wurde bekannt, das der argentinische Superleichtgewichtler Hugo Alfredo Santillan in Buenos Aires verstarb. Der 23-Jährige hatte im Kampf gegen Javier Abreu (Uruguay) schwere Treffer einstecken müssen, brach danach zusammen und starb später an Organversagen. Dabei hätte Santillan gar nicht boxen dürfen – er war noch mit einer Schutzsperre bis zum 30. Juli belegt. „Das ist absoluter Wahnsinn, ihn wieder so schnell boxen zu lassen“, sagte Pütz. Hier habe der argentinische Boxverband, der die Aufsicht über die Kämpfe in seinem Land habe, „völlig versagt“.  sid

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