16 Wochen im Jahr lässt der Nürburgring die Automobilindustrie auf seine Nordschleife, sie testet dort neue Produkte. Doch allein dadurch herrscht noch keine Vollauslastung der beiden Strecken (die andere ist die Grand-Prix-Strecke), wie sie von Mitte März bis Mitte November von Montag bis Sonntag gegeben ist. Im Grunde ist der Nürburgring für jedermann, es gibt auch Touristenfahrten. Man kann mit dem eigenen Auto antreten. Für 25 Euro einmalig oder 2200 Euro mit Saisonkarte. Oder ein Rennauto von Suzuki oder BMW (Überrollkäfig, Rennschalensitze) mieten. Diese Autos sehen noch mehr nach Straßenverkehr als nach Rennsemmel aus.
Wer sich von einem PS-Profi fahren lassen will: Kostet 295 Euro pro Nordschleifenrunde, die kurvigen gut 20 km werden in etwa zehn Minuten abgerissen. In einem 585 PS starken Mercedes, der in 3,6 Sekunden von null auf hundert beschleunigt.
Die Steigerung; selbst einen Formel-Wagen lenken. Das Basistraining kostet 395 Euro, der eineinhalbtägige Profikurs mit Erwerb der nationalen A-Lizenz 2140 Euro, man fährt dann mit Helm und im Rennoverall. Die Beschränkungen: Man darf nicht größer als 1,95 m oder schwerer als 115 kg sein und maximal Schuhgröße 47 haben.
Mit der nationalen A-Lizenz darf man teilnehmen an Dragster-Rennen, nationalen Rallyes, am BMW318ti-Cup (die Autos haben 140 PS). Der Einstieg ist die C-Lizenz national für Autoslalom, Gleichmäßigkeitsprüfungen und Driftsport mit kleinen Autos.
In den größeren Rennsport kommt man mit Lizenz international D und C, die bereits zur Teilnahme an den ADAC- GT-Masters oder dem Porsche Carrera Cup berechtigt, in dem man öfter auf Promis aus anderen Sportarten trifft. Die weiteren Stufen: international B und A und schließlich die Superlizenz – sie sind professionellen Werksfahrern vorbehalten. gük