1927 in Betrieb genommene Berühmtheit und Schönheit. Eine Strecke wie die über 20 km lange Nordschleife („Die grüne Hölle“) gibt es kein zweites Mal. Betreiber war nach der 2012er-Insolvenz der Nürburgring GmbH zunächst der Autoteilezulieferer Capricorn, dessen Anteile aber der russische Oligarch Viktor Charitonin übernahm. Seiner NR Holding gehören 99 Prozent.
Bei Mannheim gelegen, 1932 eröffnet. Die Formel 1 kam erstmals 1970 vorbei – den Fahrern war der Nürburgring zu gefährlich. Am Ausbau auf ein Fassungsvermögen von 120 000 Zuschauern hätte sich die Hockenheimring GmbH fast verschluckt.
Die Berliner „Avus“ ging (1998), der EuroSpeedway Lausitzring kam (2000). Hier verunglückte bei Testfahrten für die 24 Stunden von Le Mans der Pilot Michele Alboreto tödlich, und bei einem Gastspiel der amerikanischen Cart-Serie verlor Alessandro Zanardi beide Beine. 2002 Insolvenz der Betreiberfirma. Im November 2017 übernahm die Prüfgesellschaft DEKRA den Lausitzring.
Hat zwei Geburtsjahre: 1927 und – nach sechsjähriger Stillegung – 1996. Der 3,8 km lange Kurs in Hohenstein-Ernstthal hat vor allem Motorrad-Geschichte. Von 1961 bis 72 wurde der Große Preis der DDR ausgetragen, der legendäre Giacomo Agostini gewann sechsmal in Folge. In manchen Jahren kamen über 200 000 Zuschauer am Rennwochenende.
Die 2,3 km lange Strecke auf dem Nürnberger Reichstagsgelände, jährlich Schauplatz eines DTM-Rennens (mit Formel 3-EM im Rahmenprogramm), ist ein Stadtkurs – und im normalen Leben eine öffentliche Straße. Um die für das Rennen wichtige Zeppelinhaupttribüne tobt in Nürnberg ein politischer Streit. Soll das Nazi-Schandmal in Schuss gehalten werden oder nicht?
Motopark nahe Magdeburg. Seit 1997. Vor allem als Teststrecke genutzt.
Frohburger Dreieck in Sachsen (für Motorräder), Schleizer Dreieck in Thüringen (heute überwiegend Oldie-Rennen), Wendelinuspark in St. Wendel/Saarland (KLassik-Rennen). Für Motocross gibt es den Talkessel Teutschenthal bei Halle/Saale und den Offroadpark Dieskau – ebenfalls bei Halle gelegen.