Als Manfred Schwabl am Dienstagmorgen im kleinen Präsentationsraum der Münchner Börse ankam, blieb er stehen, drehte den Kopf ein paar Mal hin und her und fragte dann laut in die Runde: „Gibt’s hier was umsonst heute?“
Ein typischer Schwabl-Spruch. Natürlich wusste der Präsident der SpVgg Unterhaching sehr genau, dass die kleinen und großen Kameras von den Reportern in den Raum geschleppt worden waren, um einzufangen, wie erstmals der Kurs der neuen Aktie des Drittligavereins festgestellt wird. Und weil es so einen Börsengang in der Geschichte des deutschen Fußballs erst einmal gegeben hat, war auch Schwabl angespannt – „wie vor meinem ersten Länderspiel“, sagte er später.
Um 9.05 Uhr – kurz nachdem Schwabl die Börsenglocke geläutet hatte – stand dann der erste Kurs der Hachinger Aktie fest: 8,30 Euro. In der Größenordnung habe er sich das vorgestellt, sagte Schwabl. Im Vorfeld war die Aktie für 8,10 Euro pro Stück gezeichnet worden. Ein bisschen Bewegung gab es dann auch am ersten Tag. Zwischenzeitlich stieg der Preis auf 12,80 Euro pro Aktie. cfm/foto: dpa