Bad Ragaz – Der Wechsel von André Schürrle von Borussia Dortmund zu Spartak Moskau ist perfekt. Wie der westfälische Bundesligist mitteilte, wird der Weltmeister von 2014 an den Tabellenzehnten der russischen Liga verliehen – mit Kaufoption.
„Es ist für André Schürrle das Beste, etwas anderes zu machen. Das war mit allen Beteiligten von Beginn an so besprochen“, sagte Hans-Joachim Watzke. Der Geschäftsführer kündigte eine weitere Verkleinerung des Kaders an: „André Schürrle wird garantiert nicht der letzte Abgang beim BVB gewesen sein.“
Für den 28 Jahre alten Schürrle ist es das zweite Leihgeschäft in Serie, nach dem er bereits im vergangenen Sommer für eigentlich zwei Jahre auf Leihbasis zum FC Fulham gewechselt war. Doch nach dem Abstieg des Clubs aus der Premier League wurde diese Vereinbarung gegenstandslos. In 24 Partien gelangen ihm sechs Tore.
Schürrle war 2016 auf Empfehlung des damaligen BVB-Trainers Thomas Tuchel, der mit dem Angreifer schon in Mainz zusammengearbeitet hatte, für die damalige Dortmunder Rekordsumme von 30 Millionen Euro aus Wolfsburg zum Revierclub gewechselt. Ein fester Platz in der Stammelf blieb ihm jedoch verwehrt. Die Bild hatte ihn daraufhin als „Deutschlands größten Transfer-Irrtum“ bezeichnet. Fest steht: Fünf Jahre nach Schürrles Karrierehöhepunkt mit der Flanke zu Mario Götzes Siegtor im WM-Finale ist Schürrle weiter auf der Suche nach einem festen Platz im Fußball-Business. dpa