Rolle rückwärts

von Redaktion

Jerome Boateng wird wieder wichtig

München – Ausgerechnet Jerome Boatengs letzte Szene am Mittwoch passte nicht zu dem, was der Verteidiger bisher in der Vorbereitung abgeliefert hat. Mit der Kapitänsbinde am linken Arm übernahm der 30-Jährige im Elfmeterschießen Verantwortung – und scheiterte.

Ansonsten leistete sich Boateng in der bisherigen Vorbereitung allerdings keinerlei Verfehlungen. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge lobte mehrfach die körperliche Verfassung des Abwehrmanns, zuletzt am Dienstag. O-Ton: „Er hat es auf der Amerika-Tour gut gemacht, kam relativ fit. Er hat in den beiden Spielen dort sicherlich Pluspunkte gesammelt.“ Die Worte von Präsident Uli Hoeneß („Ich würde Boateng raten, den FC Bayern zu verlassen.“) scheinen längst überholt zu sein. Dabei fielen sie vor ziemlich genau zwei Monaten im Rahmen der Meisterfeier am Marienplatz. Mittlerweile stellt sich die Gemengelage allerdings ganz anders dar. Rummenigge erklärte: „Wir haben Gespräche mit ihm geführt. Ich kann auch heute keine Aussagen machen – weder hü, noch hott. Es ist alles möglich.“

Rückendeckung erhält der Weltmeister von 2014 von Thomas Müller. Er wollte sich zwar partout nicht in die Münchner Kaderplanung einmischen, äußerte aber doch: „Jerome ist sehr frisch. So wie er trainiert und auftritt, denke ich, dass er sich körperlich gut fühlt. Bisher überzeugt er auch in den Spielen.“ Ob es solche Kunststücke weiterhin beim FC Bayern zu sehen gibt? Vollkommen offen. Müller meinte dazu: „Ich denke, dass uns dieser Jerome Boateng, der so Fußball spielt, guttut.“  bok, jau

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