7,16 m – Weitspringerin Mihambo nährt Goldhoffnungen

von Redaktion

Berlin – Die Trümpfe des Deutschen Leichtathletik-Verbandes sollen erst bei der WM in knapp zwei Monaten in Doha/Katar stechen. Bei den deutschen Meisterschaften in Berlin trumpften aber bereits einige Top-Athleten groß auf. Neben 5000-m-Läuferin Konstanze Klosterhalfen (siehe oben) war dies vor allem Weitspringerin Malaika Mihambo, die zum Abschluss der Titelkämpfe auf 7,16 m flog „Wir sind auf einem guten Weg“, sagte DLV-Generaldirektor Idriss Gonschinska, der sich an zwei Tagen über insgesamt 60 550 Zuschauer im Olympiastadion freute.

Ein Jahr nach der gefeierten Heim-EM in Berlin mit 19 Medaillen, von denen sechs aus Gold waren, geht es im heißen Wüstenstaat um eine Standortbestimmung für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Bei der WM 2017 in London holten die DLV-Asse fünf Edelplaketten. In den Weltranglisten liegen 16 deutsche Leichtathleten unter den Top Ten – Weitspringerin Mihambo gar als Nr. 1, Zehnkämpfer Niklas Kaul als Zweiter und die Speerwerfer Andreas Hofmann (in Berlin Meister mit 87,07 m), Bernhard Seifert und Thomas Röhler auf Platz 2, 3 und 5.

Allerdings offenbarten die Titelkämpfe auch, dass einst zuverlässige Kräfte (noch) Probleme haben. Einen Startverzicht bei der WM erwägt der angeschlagene Kugelstoßer David Storl, Sorgen bereitet zudem Speerwurf-Weltmeister Johannes Vetter, der erst eine Blessur auskuriert hatte und sich dann aber beim Warmmachen an der Wade verletzte, aber eine WM-Wildcard hat.

Auch die frühere Kugelstoß-Weltmeisterin Christina Schwanitz blieb mit 18,84 m beim siebten Titel-Streich unter ihrem Können, aber optimistisch: „Wir üben ja noch, die WM ist erst in acht Wochen.“ Zulegen müssen ebenso die Europameister Mateusz Przybylko und Gesa Krause. Die Hindernisläuferin holte den fünften Meistertitel, war aber mit der Zeit von 9:28,45 „nicht zufrieden“. Der Hochspringer kam als Sieger nur über 2,22 m. „Ich habe Höhen jenseits von 2,30 Meter drin, bringe sie aber nicht,“ haderte er.  dpa

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