Dortmund – Drei Neuzugänge hat der FC Bayern bislang an Land gezogen. Benjamin Pavard und Jann-Fiete Arp standen im Supercup zwar im Kader, aber letztlich durfte nur der französische Verteidiger gut zehn Minuten mitmischen. Beide sind für Bayern-Coach Niko Kovac augenscheinlich keine Spieler, die auf Anhieb das Zeug zur Stammkraft haben. Ganz anders sieht es bei Lucas Hernandez, dem bisherigen Rekordeinkauf des Clubs, aus. Der Franzose wechselte im Sommer für 80 Millionen Euro von Atlético Madrid nach München, seine unbestrittene sportliche Qualität konnte er aufgrund einer Knieverletzung aber noch nicht unter Beweis stellen. Nach dem Innenbandriss und einer durchaus schwierigen Operation ist ein Ende der Leidenszeit aber in Sicht. Kovac und auch Sportdirektor Hasan Salihamidzic bestätigten rund um den Supercup, dass Hernandez mit ins Trainingslager am Tegernsee (6. bis 10. August) reisen wird. Schon morgen, so der Plan, soll der Abwehrmann erstmals mit der Mannschaft trainieren.
Und er wird dringend benötigt. Denn Innenverteidiger Jerome Boateng (30) wirkte nicht souverän. Er spielte vor dem 0:2 durch Jadon Sancho (69.) den Ball in die Füße von Raphael Guerreiro, lief dem BVB-Konter dann chancenlos hinterher. Kovac nahm Boateng allerdings in Schutz („Jerome hat ein ordentliches Spiel gemacht“). trotzdem dürfte der Coach dürfte den Tag herbeisehnen, an dem Hernández einsatzbereit ist. jau