Unterhaching – Sieben Punkte in der „Englischen Woche“ und ein erfolgreicher Börsengang – da herrschte Samstag-Nachmittag im Unterhachinger Sportpark natürlich Hochstimmung. Dazu gab es nach dem 1:0-Sieg gegen Hansa Rostock auch noch einen besonderen Gratulanten. Neuzugang Dominik Stroh-Engel umarmte nach dem Schlusspfiff seine erfolgreichen Kollegen. Wahrscheinlich gibt der 33-Jährige morgen beim bayerischen Toto-Cup gegen DJK Utzenhofen sein Debüt für die Hachinger, die gegen Rostock Schwerstarbeit leisten mussten.
Im dritten Spiel innerhalb einer Woche nahm Trainer Claus Schromm wieder einige personelle Veränderungen vor, so rückten die Neuzugänge Felix Schröter und Paul Grauschopf in die Anfangsformation. Die Gäste von der Ostsee, begleitet von 1000 Fans, starteten überraschend offensiv. „Da haben wir schnell unsere Grundordnung geändert – und es lief dann besser“, meinte Schromm. In der 27. Minute traf Moritz Heinrich, der bisher schon fünf Scorerpunkte verbuchen konnte, mit einem Weitschuss den Rostocker Pfosten.
Mit einer sehenswerten Kombination gingen die Hachinger dann nach 29 Minuten in Führung: Über die Stationen Marseiller und Schimmer kam Schröter an den Ball – und drückte die Plastikkugel über die Linie. „Es war ein geiles Gefühl“, sagte der Neuzugang aus Illertissen nach seinem ersten Pflichtspieltreffer für die Spielvereinigung. „Ich fühle mich sehr wohl in Haching, Hier herrscht große Harmonie“, ließ Schröter noch wissen.
„Wir haben es dann leider versäumt, nachzulegen. Aber die Mannschaft hat konstant dagegengehalten – und endlich haben wir mal zu Null gespielt“, kommentierte Schromm den weiteren Spielverlauf. Der Coach lobte Grauschopf und Schröter, die in der letzten Saison noch in der Regionalliga aktiv waren.
In der hektischen Schlussphase drängten die Rostocker mächtig auf den Ausgleich, angetrieben vom Ex-Löwen Korbinian Vollmann, der auch noch Pech mit einem Lattentreffer hatte. Aber das Hachinger Abwehr-Bollwerk hielt, und Schromm zog ein positives Fazit vor der 14-tägigen Punktspielpause: „Ich bin mit dem Start zufrieden. Wir sind noch ungeschlagen und haben acht Punkt aus den vier Spielen geholt. Man darf nicht vergessen, wer alles in den bisherigen Spielen gefehlt hat. Unser Kader ist breiter geworden und qualitativ noch besser.“
Nach dem morgigen Pokalspiel in Utzenhofen reisen die Hachinger ins Tessin. „Das ist eine teambildende Maßnahme, wir wohnen in Zelten – und es steht auch Canyoning auf dem Programm“, sagte Schromm. Nach der Rückkehr aus der Schweiz bekommt die Mannschaft dann einige Tage frei. Das haben sie sich verdient.“