Der Spielentscheider

von Redaktion

Flügelspieler Kingsley Coman glänzt in Cottbus als Vorbereiter und Torschütze

Cottbus – Kingsley Comans Auftritt in Cottbus war nach 70 Minuten beendet: Der Flügelstürmer des FC Bayern verließ für Serge Gnabry das Feld und ging direkt in die Kabine. Grund zur Beunruhigung? „Es war eine Vorsorge. Der King hat nach dem Abschluss, nach dem Tor, ein bisschen was am Gesäß gespürt, vielleicht hat er in der ersten Halbzeit dort auch einen Tritt abgekommen. Von daher war es eine Vorsichtsmaßnahme“, sagte Trainer Niko Kovac.

Denn Coman präsentiert sich schon vor dem Bundesliga-Start in Top-Form. In Cottbus bereitete er die 1:0-Führung durch Lewandowski indirekt mit einem Kopfball vor, bei seinem Treffer zum 2:0 zog er auf der linken Seite auf, dribbelte wie einst Arjen Robben nach innen und traf ins lange Eck.

„Der King ist natürlich immer schwer zu halten, obwohl er einen schnellen Gegenspieler hatte. Er hat dann auch mal geschossen, das macht er ja nicht so häufig“, kommentierte Manuel Neuer die Torszene des Franzosen mit einem Schmunzeln. Danach war der Bayern-Kapitän allerdings voll des Lobes: „Der King hat wirklich einen guten Schuss mit beiden Füßen. Ich war sehr zufrieden mit ihm.“

Comans Hintermann auf der linken Außenbahn, David Alaba, geriet ins Schwärmen: „Man hat gesehen, dass er immer in der Lage ist, der Mannschaft zu helfen und Spiele zu entscheiden. Ich denke, dass die Ansprüche an ihn mittlerweile sehr hoch sind. Und ich denke auch, dass sein Anspruch ist, solche Spiele wie heute zu liefern.“ Alaba ging in seiner Coman-Analyse noch weiter: „Er hat den nächsten Schritt gemacht, er ist nicht nur ein Talent, sondern ein gewachsener Spieler auf dem Platz.“

Richtig, Coman ist gerade der Spieler, der beim FC Bayern den Unterschied macht. Er muss sich daher auch nicht vor potenzieller Konkurrenz zu verstecken – ganz egal, welche prominenten Flügelstürmer in diesen Tagen mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht werden. MANUEL BONKE

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