Reiten
Der dreimalige Vielseitigkeits-Olympiasieger Michael Jung hat den Olympia-Test „Ready Steady Tokyo“ auf den Reitanlagen für die Spiele 2020 gewonnen. Mit dem erst siebenjährigen Wallach Wild Wave, dem jüngsten Pferd im Feld, setzte sich Reitmeister Jung gegen die Japaner Ryuzo Kitajima mit Vick Du Grisors und Yoshiaki Oiwa mit Bart durch. Die Drei-Sterne-Kurzprüfung diente in erster Linie dazu, im Hinblick auf Olympia die klimatischen, organisatorischen und sportlichen Bedingungen für Reiter und Pferde zu testen. Im modernisierten und zum Teil neu erbauten Reiterstadion von Baji Koen in Tokios Bezirk Setagaya, bereits bei Olympia 1964 Schauplatz der Reiterwettbewerbe, finden 2020 auch Dressur und Springen statt.
Basketball
Bundesligist s.Oliver Würzburg hat den US-Flügelspieler Noah Allen verpflichtet. Knapp sechs Wochen vor Saisonbeginn springt der Kalifornier übergangsweise für seinen Landsmann William Sheehey ein, der wegen einer Verletzung an der Leiste ausfällt. Sollte Sheeheys Genesung langsam vorangehen, könne der Zwei-Monats-Vertrag des 24 Jahre alten Allen auch verlängert werden. Allen spielte zuletzt in einer Nachwuchsliga der NBA. Laut Würzburg-Headcoach Denis Wucherer ist er ein „harter Verteidiger und guter Rebounder“.
Triathlon
Laura Lindemann hat sich das Olympia-Ticket gesichert. Rund ein Jahr vor den Spielen in Tokio belegte die 23 Jahre alte Potsdamerin in der japanischen Hauptstadt bei dem Testevent auf dem geplanten Olympia-Kurs den sechsten Rang. Eine Platzierung unter den besten zwölf war das Kriterium des Deutschen Olympischen Sportbundes für die beste deutsche Teilnehmerin. Lindemann benötigte für die 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und nur fünf Kilometer Laufen 1:41:27 Stunden. „Ich bin sehr froh darüber, dass am Ende das Ticket herausgesprungen ist“, sagte sie. Lindemann hatte ihre gesamte Saison auf das Rennen in Tokio ausgerichtet: „Jetzt kann ich entspannt auf das Jahr 2020 schauen.“
Boxen
„Unfinished Business“ nennen Boxer es, wenn sie glauben, dass sie mit einem Gegner noch nicht fertig sind. Als unvollendetes Geschäft betrachtet Niko Hannig, Profi bei der Dachauer Petko’s Promotion, seine Begegnung mit dem Südafrikaner Ryno Liebenberg. Im Wiesbadener Fußballstadion hatten sie sich Anfang Juli mit einer Unentschieden-Wertung getrennt. „Ich kann das Ergebnis so nicht stehen lassen“, meint Hannig – und er bekommt sein Rematch: Am 26. Oktober kommt es im Berliner Maritim Hotel zu Hannig – Liebenberg II. Für Halbschwergewichtler Hannig ein Heimspiel: Er stammt aus Brandenburg.