Bei Ausschreitungen zwischen rivalisierenden Fußballfans sind in der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des staatlichen Universitätsklinikums wurden weitere Menschen verletzt. Die Ausschreitungen ereigneten sich vor dem für Samstagabend (Ortszeit) angesetzten Derby zwischen dem Club Olimpia Deportivo und dem Futbol Club Motagua, das in der Folge der Vorfälle verschoben wurde.
Motaguas Mannschaftsbus war bei der Ankunft am Nationalstadion von gegnerischen Fans angegriffen und mit Steinen und Glasflaschen beworfen worden. Dabei wurden drei Motagua-Spieler verletzt. Nachdem die Liga-Verantwortlichen die Partie „zum Schutz der physischen Unversehrtheit von Fans und Spielern“ abgesagt hatten, kam es zum Chaos. Die mehr als 10 000 Fans, die schon im Stadion waren, drängten zu den Ausgängen. Als die Polizei vor dem Stadion Tränengas einsetzte, eskalierte die Situation. Die Partie war bereits zuvor als Hochrisiko-Spiel deklariert worden. Die beiden Teams aus der Hauptstadt haben die meisten Meisterschaften in der honduranischen Fußball-Liga gewonnen. Ihre Rivalität ist äußerst groß. Foto: Reuters