Leichtathletik
Nach fast zweimonatiger Verletzungspause gibt Speerwurf-Weltmeister Johannes Vetter am Freitag sein Comeback. Beim Werfertag in Bad Köstritz tritt der 26-Jährige aus Offenburg gleich zum Top-Duell mit Olympiasieger Thomas Röhler an. Vetter hat harte Wochen hinter sich. Schon bei seinem Saisonstart in der Diamond League am 13. Juni in Oslo, wo er die Konkurrenz im Bislett-Stadion gewann, verletzte er sich an den Adduktoren. Den Wettkampf am 26. Juni in Straßburg musste der gebürtige Sachse nach nur einem Versuch abbrechen. Danach folgte die lange Zwangspause. Als Weltmeister von 2017 in London hat der deutsche Rekordhalter (94,44 m) allerdings für die WM in Doha eine Wildcard.
Im Kampf gegen die Hitze bei der Leichtathletik-WM in Doha/Katar (27. September bis 6. Oktober) können die Sportler womöglich auf ein brandneues Hilfsmittel zurückgreifen. Wie die britische Tageszeitung „Telegraph“ berichtet, soll den Athleten eine elektronische Pille angeboten werden, die sie vor Hitzschlag und Austrocknung schützen kann. Demnach könne die Kapsel, die 1,7 Gramm schwer und nicht größer als eine herkömmliche medizinische Pille ist, die Körpertemperatur messen und elektronisch Daten übermitteln. Sportler, die am Pilotversuch in Doha teilnehmen, müssen die Pille einige Stunden vor ihrem Wettkampf schlucken, nach zwölf bis 48 Stunden soll sie über den Magen-Darm-Trakt unversehrt ausgeschieden werden. „Es ist absolut sicher. Es gibt keinen Wirkstoff in der Pille, nur einen elektronischen Chip, der während des Rennens aktiviert wird,“ zitiert der „Telegraph“ eine nicht genannte Quelle aus dem Weltverband IAAF.
Der ehemalige russische Top-Geher Sergej Bakulin ist als Wiederholungstäter wegen Doping-Verstößen für acht Jahre bis zum 2. April 2027 gesperrt worden. Zudem werden die Ergebnisse des 32-Jährigen vom 20. Mai 2018 bis zum 3. April 2019 gelöscht. Bakulin hatte in der Vergangenheit wegen Dopings bereits sein WM-Gold über 50 km von 2011 verloren und musste eine Sperre absitzen. Die russischen Geher haben in den vergangenen Jahren mit einer Reihe von Dopingfällen für negative Schlagzeilen gesorgt. Unter anderem verlor Sergej Kirdjapkin sein Olympiagold von 2012 über 50 km. Der frühere Nationaltrainer Wiktor Tschegin wurde inzwischen lebenslang gesperrt.