Kompliziert wie immer

von Redaktion

Bayerns Basketballer starten ohne Sechs

VON PATRICK REICHELT

München – Zu Wochenbeginn gab sich auch der Kapitän noch einmal die Ehre. Danilo Barthel schaute wie auch die vier anderen Auswahlspieler der Basketballer des FC Bayern mal kurz in der Heimat vorbei, ehe er wieder in Richtung Nationalteam entschwand. Bis September ist das Münchner Quintett bei der WM in China gefragt.

Bayerns Trainer Dejan Radonjic macht das die Arbeit nicht gerade leichter. Die mit dem gestrigen Trainingsauftakt auch offiziell eröffnete Saisonvorbereitung muss der Montenegriner über weite Strecken mit dem halben Kader absolvieren. Der Meistercoach freilich nimmt die Sache entspannt: „Das wird keine einfache Vorbereitung“, sagte er, „aber wir sind solche Dinge gewöhnt.“

Radonjic konnte zwar noch nicht den (weiterhin fehlenden) Spielmacher präsentieren, dafür aber gleich vier seiner bislang sechs Neuzugänge im Audi Dome begrüßen. NBA-Veteran Greg Monroe war ebenso schon bei den Medizinchecks zu Wochenbeginn mit von der Partie wie seine Landsleute Josh Huestis und T.J. Bray und der Italiener Diego Flaccadori. Einzig Rückkehrer Paul Zipser und das französische Center-Schlachtross Mathias Lessort sind zunächst bei der WM gefragt.

Die Lücken im Kader werden neben dem ein oder anderen Gastspieler fürs Erste vor allem Youngster des Clubs stopfen. Jason George, Matej Rudan und ProB-Spieler Erol Ersek werden die Vorbereitung auf alle Fälle mitmachen. In denen die Bayern-Rumpftruppe übrigens schnell auch auf dem Feld gefragt ist. Bereits am kommenden Dienstag (18 Uhr) misst man sich in Rosenheim mit der Auswahl des renommierten Stanford Colleges. Am 2. September versuchen sich die Bayern dann in einem halböffentlichen Spiel im Audi Dome gegen den chinesischen Erstligisten Shanghai Sharks – den Club, dem der frühere NBA-Star und Basketball-Volksheld Yao Ming heute als Präsident und Eigentümer vorsteht.

Das klingt sehr international, und das ist auch so gewollt. Auch im weiteren Verlauf der Vorbereitung lässt der Meister die nationale Konkurrenz erst einmal links liegen. So treten die Bayern Mitte September bei der NBA-G-League International Challenge in Uruguay gegen Flamengo Rio de Janeiro (Brasilien) und San Lorenzo aus Argentinien an.

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