München – Es war der Gegner, den keiner haben wollte – und die Hachinger haben ihn bekommen. Der furios gestartete Drittligist aus der Vorstadt bekommt es im Achtelfinale des Totopokals mit dem ambitionierten Regionalliga-Neuling Türkgücü zu tun. Ein schweres Los, das nur den Münchner Türken gelegen kommt. Für sie bietet sich nun eine gute Gelegenheit, um unter Pflichtspiel-Bedingungen in die angestrebte Spielklasse reinzuschnuppern. „Das ist ein heißes Los“, erklärte Geschäftsführer Robert Hettich: „Wir freuen uns auf das Duell und werden alles geben, um ins Viertelfinale zu kommen.“
Was Türkgücü angeht, waren die anderen Drittligisten schon vor der Auslosung fein raus. Der BFV hatte drei Töpfe gebildet, um die 16 verbliebenen Clubs regional zu sortieren: Der TSV 1860 landete bei den Südwest-Vertretern und bekam den Bayernligisten TSV 1865 Dachau zugelost (Termin: 3. September, 17.30 Uhr). Etwas größere Herausforderungen warteten in Topf Nord: Ingolstadt muss nach Schweinfurt, Titelverteidiger Würzburg zu Regionalliga-Aufsteiger Aubstadt. Der Modus ist wie im DFB-Pokal: Der höherklassige Verein muss reisen – und zumindest die Hachinger Mission dürfte von Unbehagen begleitet werden. „Durchaus Brisanz“, wittert Claus Schromm angesichts der vielen Türken mit rotblauer Vergangenheit. Trotzdem, betonte der Trainer, freue er sich. ULI KELLNER