„Wahnsinnig bitter“

von Redaktion

Verpasstes EM-Finale: Deutsche Hockey-Männer leiden

Antwerpen – Nach einer schlaflosen Nacht beschäftigte Mats Grambusch der Last-Minute-Ko im EM-Halbfinale gegen Angstgegner Belgien (Endstand 2:4) noch immer. „Ich hatte nur wenig Schlaf, dafür viel Gehirnaktivität“, sagte der Kapitän der deutschen Hockey-Männer: „Es war schon wahnsinnig bitter.“

Der Krimi gegen den Weltmeister ging der DHB-Auswahl nur schwer aus dem Kopf. Es hatte ja nicht viel zum Vorstoß ins EM-Finale gefehlt vor etwa 7000 frenetischen Zuschauern in Antwerpen. „Das Stadion hat gebebt, das war bestimmt Kopfsache“, sagte Grambusch, nachdem die Gastgeber das Spiel in den letzten sechs Minuten mit drei Treffern noch gedreht hatten.

Im kleinen Finale bekommt die Mannschaft von Bundestrainer Stefan Kermas am heutigen Samstag (18.00 Uhr) die Chance zur Revanche gegen den Erzrivalen Niederlande. In der Gruppenphase musste sich die DHB-Auswahl noch knapp mit 2:3 geschlagen geben.

Bronze wäre allerdings nur ein kleiner Trost, der Fokus liegt jetzt auf der Olympia-Qualifikation. Da in Antwerpen nur der Europameister sein Ticket für Tokio 2020 löst, müssen sich die Bronzemedaillengewinner von Rio über ein regionales Turnier im November vor heimischer Kulisse in Mönchengladbach qualifizieren.  sid

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