Dämpfer vor der WM-Mission

von Redaktion

BASKETBALL Deutschland verliert Testspiel gegen Japan mit 83:86

Saitama – Dennis Schröder & Co. posierten vor dem berühmten Sensoji-Tempel, Isaac Bonga schlenderte im traditionellen japanischen Gewand durch die Straßen Tokios. Mit einer Touristentour im alten Stadtteil Asakusa stimmten sich die deutschen Basketballer auf den Abflug zu ihrer WM-Mission in China ein und erholten sich von der ersten Test-Niederlage. Das 83:86 gegen Japan vor heißblütiger Kulisse in der Olympia-Arena von Saitama nahm das Team von Bundestrainer Henrik Rödl als Extra-Ansporn und Warnung für den Weg zur WM.

„Man will nicht alle Spiele gewinnen, dann nach China gehen und dort lockerlassen“, betonte Anführer Schröder vor der heutigen Abreise in den Vorrunden-Spielort Shenzhen. „Im Endeffekt können wir nicht ohne Niederlagen in die WM gehen. Das hätten wir dann zu leicht genommen.“ Das vorletzte Vorbereitungsspiel vor 18 355 Zuschauern sei bereits wie ein WM-Auftritt gewesen, sagte der NBA-Star und stellte für die letzten Tage vor dem WM-Start gegen Frankreich am kommenden Sonntag eine klare Forderung an sich und seine Teamkollegen: „Jetzt müssen wir zusehen, wie wir besser werden.“

Im sechsten Vorbereitungsspiel musste sich die Auswahl des Deutschen Basketball Bunds erstmals geschlagen geben, verspielte gegen den Olympia-Gastgeber von 2020 eine Zwölf-Punkte-Führung. Vor allem aus der Distanz fielen zu wenige Würfe, in der zweiten Halbzeit war dem Team deutlich die Müdigkeit nach dem Sieg über Tunesien am Tag nach der Ankunft in Asien anzumerken.

„Wir sind auf einem guten Weg, müssen uns jetzt regenerieren“, sagte Coach Rödl. „Wir können klar erkennen, was gut ist und was besser wird, wie die Jungs zusammenspielen. Wir sind in Asien angekommen, das war eines der großen Ziele, dass man die Zeitverschiebung übersteht.“

Per Charterflieger geht es nun direkt nach Shenzhen, um einen Stopp im nahen Hongkong und eine mehrstündige Weiterreise zu umgehen. „Das wollten wir dem Team nicht antun, weil wir diese WM sehr ernst nehmen“, sagte DBB-Chef Ingo Weiss. „Wir wollen etwas erreichen, und dann müssen wir auch die Rahmenbedingungen schaffen.“  dpa

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