Erstmals in dieser Saison ging die SpVgg Unterhaching als Verlierer vom Feld: Das 0:3 im Drittliga-Heimspiel gegen den Halleschen FC fasste Mittelfeldspieler Lucas Hufnagel kurz und bündig zusammen: „Das war ein gebrauchter Tag, mehr konnte einfach nicht schief gehen“. Selbst Gäste-Trainer Torsten Ziegner hatte Mitleid mit den deprimierten Verlierern: „Sicher war es für uns ein verdienter Sieg gegen eine sehr starke Hachinger Mannschaft. Das Ergebnis drückt aber nicht den Spielverlauf aus, denn der Gegner hat viele Chancen liegen gelassen.“
Das frühe erste Gegentor – durch Julian Guttau in der siebten Minute – sorgte für Verunsicherung bei den Hachingern, die sich erst kurz vor der Pause wieder aufrappelten. Doch Hufnagel (44.) und Schröter (45.) vergaben gute Möglichkeiten. Dieser Trend setzte sich nach der Pause fort: Erneut Schröter (48.) und Bigalke (54.) verpassten den möglichen Ausgleich. Die Antwort der Gäste folgte prompt: Terrence Boyd entwischte dem Hachinger Verteidiger Markus Schwabl und markierte das 0:2 (58.).
Und es sollte noch schlimmer kommen für die Gastgeber, denn Patrick Göbel sicherte in der 65. Minute endgültig den Auswärtssieg der Hallenser. Die Hachinger steckten nicht auf, doch die mangelnde Chancenverwertung blieb bis zum Schlusspfiff das Problem. Und es passte auch ins Bild, dass Alexander Winkler mit einem Foulelfmeter an Gäste-Keeper Kai Eisele scheiterte (87.). So wollte Hachings Trainer Claus Schromm am Ende nichts beschönigen: „Wir hatten Halle personell etwas anders erwartet, aber wir waren mehrfach am Ausgleich dran. Nach dem 0:2 fanden wir dann nicht mehr so richtig statt.“ Schromm wechselte Paul Grauschopf, Dominik Stroh-Engel (beide in der 56. Minute) und Jim Patrick Müller (66.) ein, aber ohne den verletzten Luca Marseilller fehlte die nötige Schnelligkeit in der Offensive. Schromm richtete den Blick sofort wieder nach vorne: „Wir müssen jetzt kurz die Wunden lecken – und uns dann gut auf das Derby am Samstag beim FC Bayern II vorbereiten. In den nächsten Wochen können wir personell noch etwas nachladen, das hilft uns bestimmt weiter.“
KLAUS KIRSCHNER