„Ich will mit Bayern alles gewinnen“

von Redaktion

Lucas Hernandez ist glücklich über sein Startelfdebüt – und verspürt riesigen Erfolgshunger

München – Die Leidenszeit ist vorbei: 105 Tage nach seinem letzten Startelfeinsatz für Atletico Madrid stand Lucas Hernandez (23) beim 3:0 des FC Bayern auf Schalke nach überstandener Knieverletzung wieder in der ersten Elf. „Er hat eine richtig gute Präsenz und eine unglaubliche Mentalität“, so Sportdirektor Hasan Salihamidzic hinterher. Wie er sich selbst fühlt, warum er Madrid den Rücken gekehrt hat und was er bei den Bayern erreichen will, verrät Hernandez im Interview.

Monsieur Hernandez, Glückwunsch zum Startelfdebüt bei Bayern!

Vielen Dank!

Wie waren Ihre ersten Monate in München?

Ich bin sehr glücklich hier. Die Verletzung hat mich lange Zeit aus der Bahn geworfen. Ich musste unters Messer und danach viel Reha machen, aber jetzt ist das alles vorbei. Ich bin sehr froh darüber, mein erstes Spiel von Beginn an gemacht zu haben und hoffe, dass es so weitergeht.

Wie fällt Ihr Fazit vom 3:0-Sieg auf Schalke aus?

Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, speziell in der ersten Hälfte. Uns war klar, dass wir hier von Anfang an alles reinlegen mussten, was uns auch sehr gut gelungen ist. In der zweiten Halbzeit war zu erwarten, dass der Rhythmus nicht mehr ganz so hoch sein würde, die drei Punkte nehmen wir aber trotzdem mit. Ich freue mich über den Sieg und darüber, dass ich gespielt habe.

Sind Sie nach Ihrer Verletzung wieder bei hundert Prozent?

Ich würde sagen, dass ich nah dran bin. Nach so einer langen Ausfallzeit ist es normal, dass es einige Zeit dauert, bis man wieder auf den gewohnten Level ist. Heute habe ich fast 80 Minuten gespielt und mich sehr gut gefühlt auf dem Feld, was ein weiterer Schritt nach vorne ist. Peu à peu werde ich wieder zu meiner alten Form zurückfinden.

Welche Eindrücke haben Sie in Ihren ersten Monaten in München vom FC Bayern gewonnen?

Durchweg positive. Man muss nicht lange hier sein, um zu verstehen, welche Dimensionen dieser Club hat. Man bekommt den Erfolgshunger von Tag eins an mit – und genau das sind die Ziele, die ich auch verfolge. Ich will mit dem FC Bayern alles gewinnen, dafür bin ich gekommen. Die Saison ist erst losgegangen, ich weiß – aber hoffentlich können wir in allen Wettbewerben bis zum Schluss dabei sein.

In Madrid haben Sie ebenfalls Jahr für Jahr um Titel mitgespielt. Was war ausschlaggebend für Ihren Wechsel in die Bundesliga?

Ich habe mein halbes Leben in Madrid verbracht. Ehrlicherweise muss man auch sagen, dass das neue Projekt von Atletico ebenfalls sehr vielversprechend war und ist. Letzten Endes trifft man so eine Entscheidung aber nicht allein, sondern mithilfe seiner Familie. Wir alle waren der Meinung, dass uns ein Tapetenwechsel nicht schlecht tun würde. Wir hatten und haben große Lust darauf, ein neues Land und eine neue Kultur kennenzulernen. Auch ich selbst wollte mich in einer neuen Liga und einem neuen Club beweisen –beim FC Bayern, einem der fünf größten Clubs der Welt.

Interview: José Carlos Menzel Lopez

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