IN KÜRZE

Becker würde gerne Kyrgios coachen

von Redaktion

Volleyball

Die deutschen Volleyballerinnen haben die Sensation gegen Rekordchampion Russland geschafft und auch ihr drittes EM-Spiel gewonnen. Dank einer Galaleistung in einem packenden Kräftemessen in Bratislava gewann die Mannschaft von Bundestrainer Felix Koslowski mit 3:2 (18:25, 25:21, 25:23, 14:25, 15:11) und liegt völlig überraschend auf Kurs Gruppensieg. Mit 17 Punkten krönte Diagonalangreiferin Louisa Lippmann die temporeiche Vorstellung der nervenstarken Deutschen. Gegen die Slowakei am Dienstag und Weißrussland am Mittwoch kann Koslowsis Team sogar als Erster die Vorrundengruppe D abschließen. Die vier besten Mannschaften qualifizieren sich für das Achtelfinale der erstmals in vier Ländern ausgetragenen EM.

Hockey

Nach dem enttäuschenden Abschneiden der deutschen Männer bei der EM in Belgien berät der Deutsche Hockey-Bund (DHB) über die Zukunft von Bundestrainer Stefan Kermas. „Ja, wir stellen uns der Trainerfrage. Alles andere wäre in der jetzigen Situation unnatürlich“, sagte DHB-Sportdirektor Heino Knuf. Kermas und sein Team hatten die angestrebte EM-Medaille mit Platz vier wie 2017 verfehlt. „Es wird jetzt intensive Gespräche mit der Mannschaft und dem Trainer geben. Wir werden das anschließend ganz in Ruhe bewerten und schauen dann, was wir daraus ableiten“, sagte Knuf: „Wir brauchen da ein wenig, um die Situation gründlich zu analysieren und zu bewerten. Die entscheidenden Fragen lauten: Was ist systembedingt? Und was ist personenbedingt? Wenn das geklärt ist, werden wir eine Entscheidung treffen.“ Kermas hatte das Amt bei den Männern nach Bronze in Rio 2016 von Valentin Altenburg übernommen. Seitdem hat das DHB-Team kein K.o.-Spiel für sich entscheiden können. Platz vier bei der EM 2017, folgte das Viertelfinal-Aus bei der WM und nun Platz vier in Belgien.

Tennis

Deutschlands Tennisidol Boris Becker kann sich vorstellen, Australiens „Bad Boy“ Nick Kyrgios (24) zu trainieren. „Ich würde ihn gern coachen. Er ist ein Spieler, der eigentlich uncoachbar ist – das fände ich so geil“, sagte der 51-Jährige vor dem Auftakt der US Open bei Eurosport. Becker sieht die fehlende Disziplin als größte Herausforderung beim Weltranglisten-30.: „Es ist die Aufgabe des Trainers, ihm zu vermitteln, dass sich das ja auch lohnt. Du kannst dich ja ausleben, indem du gewinnst – sogar mehr als vorher.“ Kyrgios hatte sich vor knapp zwei Wochen erneut von seiner schlechten Seite gezeigt: Er leistete sich einen Disput mit dem Stuhlschiedsrichter, spuckte in dessen Richtung, zerstörte zwei Schläger und bewarf Zuschauer mit seinen Schuhen. Von der ATP bekam Kyrgios daraufhin eine Geldstrafe in Höhe von 113 000 Dollar aufgebrummt.

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